02.02.2005 DRUCKVERSION

 

 

Schultheater - Isolde-Kurz-Gymnasiasten zeigen im Foyer U 3 den Bühnen-Krimi »Der Tod des Sherlock Holmes«

Ein Knall, zwei Leichen und ein bitteres Ende

 

 

Schüler der IKG-Theater-AG feierten eine gelungene Premiere. FOTO: NIETHAMMER

Schüler der IKG-Theater-AG feierten eine gelungene Premiere.
FOTO: NIETHAMMER

 

REUTLINGEN. Blitz, Knall, zwei Leichen und ein bitteres Ende - die Theater-AG des Isolde-Kurz-Gymnasiums zeigt derzeit im Foyer U3 den Bühnenkrimi »Der Tod des Sherlock Holmes« von Francis Histon. Dies ist bereits die 15. Produktion des engagierten Schülertheaters. Sorgfältig bis ins Detail inszeniert (Regie: Sabine Laage und Eckhard Wurm), bietet das Stück über zwei Stunden Spannung, bissigen, bisweilen makabren Humor und beste Unterhaltung.

Die blendend aufgelegte, perfekt aufeinander eingespielte Schülertruppe lieferte bei der Premiere non-stop Gags und Pointen vom Feinsten, die Rollen passten wie maßgeschneidert, mit spürbarer Spielfreude wurden die unterschiedlichsten Charaktere einfühlsam auf die Bühne gebracht.

Genau genommen: hinter die Bühne, denn das realistische Bühnenbild führte die Zuschauer hinter die Kulissen eines englischen Theaters, wo sie dann Zeugen heftiger Intrigen, Verwicklungen und zweier heimtückischer Morde wurden. Diese konnten jedoch trotz detektivischer Akribie von den ermittelnden Spürnasen bis zur letzten Minute nicht vollends aufgeklärt werden.

Da wurde zunächst der Darsteller des Sherlock Holmes (Joachim Schultes) von einem mit lautem Getöse herabdonnernden Stahlträger erschlagen, Assistent Watson (Felix Hornung) erlag im zweiten Akt einem elektrischen Schlag. Mörderische 230 Volt auf einem technisch manipulierten russischen Samowar streckten ihn auf der Stelle nieder. Alles Zufall? Wohl kaum, ist Kommissar Braining überzeugt. Mit viel Situationskomik stellt Achim Großmann den ehrgeizigen Workaholic dar, ebenso überzeugt er am Ende als scheiternder gebrochener Mann.

Seine Geheimwaffe: »detektivischer Spürsinn«. Er findet immer neue heiße Spuren, die jedoch letztlich allesamt ins Leere laufen. Er führt zahllose Verhöre - bis zum bitteren Abgang. Lässig locker, mit gekonnter Ironie assistiert sein Partner Leicester (Alexander Dimitrov). Eine reife schauspielerische Leistung!

Hervorragend in Szene gesetzt und sprachlich ausgefeilt präsentierten sich auch die übrigen Charaktere. Kurzangebunden und übertrieben präzise die Ärztin (Friederike Gairing), mit arrogant spitzer Zunge die Regisseurin (Isabella Dybczinski), umwerfend komisch William O'Toole, der betrogene Ehemann (Falk Müller-Sommer).

Mit großem Einfühlungsvermögen bot das gesamte Ensemble mit fast 40 Darstellern eine tolle schauspielerische Leistung. Fein abgestimmte Beleuchtungseffekte, atmosphärisch verdichtende musikalische Untermalung (Rosa Stecher, Klavier), überraschende Regieeinfälle und schöne Kostüme setzten zusätzliche Glanzlichter. Begeistert von der gelungenen Produktion spendete das voll mitgehende Publikum lang anhaltenden und verdienten Beifall.

Neugierig geworden? Weitere Aufführungen des humorigen Bühnen-Krimis sind am Donnerstag, 3. Februar, sowie am Freitag, 4. Februar, jeweils um 20 Uhr im Foyer U3, Unter den Linden, zu sehen. (roe)

 

 

 

 

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Fall gelöst, oder etwa doch nicht?

Premiere des neuen Stückes der Theater-AG am Gymnasium/ Brillant verkörperte Charaktere

Porta Westfalica-Hausberge (vi). Zickenalarm unter Schauspielerinnen, Eheprobleme, Streitereien unter Kriminalkollegen und zwei Leichen: Dies ist der Zündstoff der Kriminalkomödie "Der Tod des Sherlock Holmes" von Francis Histon.

Von Verena Insinger

 

Foto: Verena Insinger

+Foto: Verena Insinger

 

Die jungen Schauspieler des Gymnasiums Porta Westfalica feierten am Freitagabend mit diesem Stück Premiere. "Das ist eine Theater-Arbeitsgemeinschaft, die sich als Gemeinschaft versteht." So lauteten die eröffnenden Grußworte von Bürgermeister Stephan Böhme.

Ort des Geschehens war das Forum des Gymnasiums Porta Westfalica. Vor fast ausverkauftem Haus schlüpften etwa 30 Schüler in ihre Rollen. Wem galten die zwei Anschläge mit Todesfolge? War es vorsätzlicher Mord oder ein Unfall? Wie stehen die Mitarbeiter am Theater zueinander? Und vor allem, was ist Hornsea?



Diese Fragen mussten sich Kommissar Anthony Braining und sein Kollege Sergeant Harry Leicester stellen. Beide Charaktere wurden brillant von Willi Koop (19) als Braining und Fabian Godek (16) als Leicesters verkörpert. Der selbstverliebte, egoistische und philosophische Braining und sein etwas chaotischer, zynischer und schnippischer Kollege Leicester erzeugten einige Lachattacken des Publikums.

Aber auch die anderen Schauspieler sorgten für den einen oder anderen Zwischenapplaus des begeisterten Publikums. Die Schüler waren voll und ganz in ihre Rolle geschlüpft und machten drei Stunden Täterjagd zu einem unterhaltenden Ereignis.

Auch die Beteiligten im Hintergrund trugen zu einer gelungenen Premiere bei. So wurden aus der eher kleinen Bühne, dank eines guten Bühnenbildes, gleich zwei Schauplätze, auf denen gleichzeitig gespielt wurde. Die Beleuchtung lenkte die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die relevanten Szenen. Ferner sorgten die Techniker mit speziellen Effekten für zwei aufregende Todesfälle.

"Die Schauspieler sind heute über sich hinausgewachsen", so die klare Feststellung von Regisseur und AG-Leiter Karl Heinz Wyes. Diese durchweg positive Beurteilung spiegelte sich auch im ausgiebigen Applaus des Publikums wieder.

Ob der Täter gefasst wird und welche Rollen die Mitarbeiter am Theater spielen, können Interessierte noch bei der Aufführung am Freitag, 30. November, um 19.30 Uhr im Forum des Schulzentrums Süd in Hausberge erfahren.
 

 

 

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Dokument erstellt am 26.11.2007 um 15:25:07 Uhr
Erscheinungsdatum 26.11.2007 | Ausgabe: MT

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