Heiden (mge). Um "Kopfgeld" im wahrsten Sinn des Wortes ging es bei der Aufführung des Schülertheaters in der Aula der Ludgerusschule am vergangenen Dienstag.

"Kopfgeld" erwies sich als eine Krimikomödie, bei der die Schülerinnen und Dominik, einziger, und deshalb besonders gefeierter männlicher Darsteller, ihr ganzes Können zeigen konnten.

Und es war recht turbulent, was sich da, umrahmt von schaurigen Eulenrufen im dunklen Haus des Grafen Donnerschlag abspielte. Eine Leiche, die nicht tot ist, ein Penner, der nicht pennt, eine Liebespaar, nun ja, und zahlreiche Verdächtige. Dazu ein Geldtresor, der nicht aufgeht. Weder Drohungen noch Hypnose bringen den Grafen dazu, die Zahlenkombination zu verraten. Und als der Geldschrank endlich aufgeht, spuckt er einen Totenkopf aus, der aber einem Lebenden gehört. Geht es verzwickter und verwickelter? Der Kopf gehört natürlich zu keiner Leiche. Und der, dem er gehört, dem Grafen, der stolziert schließlich putzmunter auf die Bühne. Letztlich schälte sich heraus, dass eben dieser Graf Donnerschlag seinem geldgierigen Erb-Neffen Maximilian ein Schnippchen schlagen will.

Sie war gelungen, diese Aufführung, musste sie auch, schließlich war es so etwas wie ein Jubiläum. Seit 25 Jahren spielen Schüler der Ludgerusschule Theater. Nicht während der Schulstunden, dort vielleicht auch, hier aber besonders. Zweimal im Jahr stehen junge Damen und manchmal Herren der Klassen 7 und 8 auf der Bühne der Aula - ergibt 50 Aufführungen, ein Jubiläum. Wie immer zeichnete Lehrer Michael Giebing für das Einstudieren und die Aufführung verantwortlich. Und wie immer hatte Lehrerin Birgit Limberg mit Schülerinnen und Schülern der oberen Klassen für eine tolle Kulisse gesorgt.

"Wir haben wieder ein Stück von Christof Kämmerer genommen, weil wir damit schon früher gute Erfahrungen gemacht haben", so Michael Giebing. Großen Beifall gab es nach der Aufführung am Dienstagabend und viel Lob auch von Rektor Norbert Konizek. "Das war eine ganz tolle Sache.

Theaterspielen ist an der Ludgerusschule eine langjährige Tradition", so der Rektor. Die Theater-AG sei ein Wahlpflichtfach, das gut angenommen werde und die Persönlichkeit der Schüler fördere. Nachwuchssorgen gebe es nicht. Schulleiter Konizek weiß auch, dass gerade die Arbeit rund ums Theaterspielen die Schüler fordert, sie dazu bringt, aus sich heraus zu gehen.