„chat & shop“ ist ein selbst erarbeitetes Stück mit Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren zur Thematik Kommunikation und Medien, Freizeitgestaltung durch Nutzung des Computers.
Mit theatralen Mitteln wird spielerisch in Räumen dargestellt, was virtuell bzw. was in den Köpfen derer abläuft, die über der PC-Tastatur sowie vor dem Monitor hocken. Auf der Bühne soll das sichtbar gemacht werden, was normalerweise im Verborgenen bleibt. Dabei ist neben der Textvorlage vor allem der Körper zu benutzen, um beispielsweise Räume zu gestalten und zu füllen, Gegenstände und Vorgänge spielerisch zu verdeutlichen.
Das Stück bedient sich keiner schwer durchschaubaren Handlung. Jugendliche, die trotz vielfältiger Freizeitangebote in der Gesellschaft nichts mit sich anzufangen wissen, bekommen von einer Promotion-Dame, die im Lande unterwegs ist, um für die Produkte eines Online-Shops zu werben, neueste Computermodelle geschenkt. Sie sollen diese nutzen, vor allem sollen sie chatten und natürlich shoppen, bis die Tasten glühen. Tja, und da die Jugendlichen sowieso nichts Besseres zu tun haben, folgen sie diesem Rat natürlich prompt.
Ob sie am Ende das finden werden, wonach sie sich auf die pubertäre Suche begeben haben? Der Zuschauer wird es erfahren und sich hoffentlich dabei auch amüsieren. Es ist ein Stück des Ausprobierens, der Körperlichkeit und des humorvollen Spiels miteinander, ohne große dramatische Konflikte, die jedoch Andeutungen finden und im eigenen Probenprozess ausgebaut werden können.
Unvermeidbarer Nachtrag:
Bekanntlich sind Computer aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.
Wir haben uns an sie gewöhnt. Wir brauchen sie (wie unser täglich Brot...),
denn sie helfen uns in vielen Lebenssituationen. Sie verschönern unser Dasein.
Sie erweitern uns den Blick. Wir lieben sie. Sie nehmen uns inzwischen vieles ab.
Oder ist das alles doch nicht so?