Text für das 10. Schultheatertreffen in Magdeburg 2002:

 

 

Es handelt sich um ein Stück , in dem es um Probleme Jugendlicher und um das Thema Alkohol geht,  ohne dass der erhobene Zeigefinger über allem schwebt.

 

Der 15jährige Tim, von seinen Mitschülern als Streber verhöhnt und von ihnen  ausgenutzt, sieht in Chris, dem vor Selbstbewusstsein strotzenden Neuen in der Klasse, nach dem aktuellen Pausenerlebnis einen potentiellen Freund und Beschützer. Auf einer Party in Chris` wohlhabendem  Elternhaus wird ihm klar, wie er Chris für sich gewinnen kann -  hochprozentiger Qualitätsalkohol heißt die Zauberformel!

Chris, vom ersten Augenblick an von seinen Mitschülern ausnahmslos akzeptiert und von den Mädchen angehimmelt, durchschaut Tim  sofort, lässt sich  jedoch auf  eine engere Beziehung ein, um persönlich zu profitieren, denn immerhin ist Tim auch der Klassenbeste und um Chris` schulische Leistungen scheint es nicht zum besten zu stehen.

Unter zunehmendem Alkoholkonsum  und dem Ausbau der Freundschaft zu Chris legt Tim plötzlich ein völlig neues Selbstbewusstsein an den Tag.

Nach einem infolge erhöhten Alkoholkonsums erfolgten Zerstörungsakt und der nachfolgenden Konfrontation mit der Polizei  werden Chris seitens des Elternhauses autoritär notwendige Grenzen gesetzt.

Bei Tim sehen die Folgen anders aus; sein Vater unterschätzt die drohende Gefahr der Fehlentwicklung des pubertierenden Sohnes, so dass er schließlich im wahrsten Sinne des Wortes abgleitet in die Gosse, wo er von zwei Besuchern aus der Zukunft entdeckt und  „analysiert“ wird. Unter Nutzung von Hightech aus ihrer Zeit rekonstruieren sie collagenhaft den Weg des Tim bis in den Rinnstein und geben damit der Inszenierung den nötigen äußeren Rahmen und den Sinn.

Das Stück beginnt somit dort, wo es eigentlich endet.

 

 

Länge:                     ca. 50 Minuten

 

Zielgruppe:                     Jugendliche 13/ 14 Jahre

 

Genre:                    Jugendstück zum Thema Alkohol