Uraufführung am 1.11.2008 in der BBE
Regie Gerd Schlott
Hat er oder hat er nicht? Fakt ist, Niklas sitzt in U-Haft. Melanie, noch keine 15, ist schwanger. Von ihm. Und sie sagt, er habe sie unter Alkohol gesetzt und dann vergewaltigt. Für die meisten braven Bürger dieser Stadt ist die Sache klar: Schuldig!
Die DNA-Probe der Staatsanwaltschaft lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der Beschuldigte ist zweifelsfrei der Vater. Den Geschlechtsakt gibt er sogar unumwunden zu. Nur – er bestreitet den Missbrauch. Sie habe es gewollt, behauptet er. Lügt er? Spielt sie ein falsches Spiel?

Von letzterem sind zumindest Niklas‘ Freunde und insbesondere seine Ex Lena überzeugt. Sie halten Melanie für ein besonders raffiniertes Weibsstück, das den armen Nick nur ins Unglück treiben will, aus welchem Grund auch immer. Es beginnt ein Kesseltreiben gegen das Mädchen.

Mell unternimmt daraufhin einen Selbstmordversuch. Kann jemand, der so weit geht, die Unwahrheit sagen? Ist Nick wirklich der eiskalte Typ, für den ihn die meisten halten? Die Geschichte ist offen. Zwei Leben am Scheideweg.
Fabian Ruch (18) ist der Autor, der im Vorjahr die Idee zu „MISSBRAUCHT“ hatte und sie dann mit Unterstützung von Wolfram Christ (45) in kürzester Zeit in Worte fasste. Für ihn standen zwei Fragen im Raum.
Erstens: Wie geht ein junges Mädchen, das ungewollt schwanger wird, mit dieser Situation um?
Und zweitens: Wie steht es um den Grundsatz „unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils“?
