|
Das Plagiat Komödie
Alexander v. Herzberg (AvH) ist ein junger, so ehrgeiziger wie smarter und erfolgreicher Kreistagsabgeordneter der konservativen Partei „Die Mitte“ (Selbstdefinition: Tradition-Volksnähe-Reform/Alles für unser Land). Er hat soeben den juristischen Doktortitel erworben. Allerdings wird bereits in der ersten Szene klar, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. AvH hat sich seines alten Studienkollegen Felix Lohse, derzeit als ziemlich erfolgloser Rechtsanwalt tätig, gegen Bezahlung als ghostwriter bedient. F.L. ist zwar durchaus ein fähiger Jurist, aber zugleich ein Künstler-Typ. Er befindet sich also ständig in Geldnöten. Zusätzlich verdient er sich immer wieder etwas mit Mode-Design für seine Freundin Beatrix (Bea) Regner, die eine Boutique betreibt und dort eigene Kollektionen verkauft (die z.T. auf Entwürfe von Felix zurückgehen). Auf der Gegenseite steht die Journalistin Isabella (Isa) zur Mühlen, Tochter des Verlegers der linksliberalen „Bürgerzeitung“, die um ihr Überleben auf dem Pressemarkt kämpft. Um „Die Mitte“ zu treffen und die eigene Auflage zu erhöhen, planen Isa und ihr Redaktionskollege Dr. Parwieser, AvH in Schwierigkeiten zu bringen. Den Schlüssel dazu sehen sie in dessen Promotion, da sie argwöhnen, ein so vielbeschäftiger Politiker wie AvH könne nicht die Zeit gehabt haben, selbst eine Dissertation zu verfassen. Beweise dafür haben sie aber nicht. Da kommt ihnen der Zufall zu Hilfe. Sie lernen auf einer kleinen Modenschau Bea Regners F.L. kennen und gewinnen ihn nach anfänglichem Zögern dafür, die Diss. von AvH auf Plagiate durchzuforsten. Die Ergebnisse soll Dr. Parwieser dann in der „Bürgerzeitung“ veröffentlichen. Dass F.L. die fragliche Diss. für AvH verfasst hat, behält er aber für sich. Zugleich ergibt sich eine Annäherung zwischen Bea und AvH auf der einen und Isa und F.L. auf der anderen Seite. Die Verwicklungen spitzen sich auf der privaten wie beruflichen Ebene zwischen den vier Protagonisten zu. Auch der Doktorvater AvHs, Prof. Wernicke, bleibt davon nicht verschont. Es kommt zu unliebsamen Begegnungen zwischen ihm und seinem Star-Doktoranden sowie dessen jetziger Freundin Bea. Höhe- und Wendepunkt sind Kampagnen für und gegen AvH. In deren Verlauf erleidet Prof. Wernicke vor Aufregung einen Herzinfarkt, den er aber überlebt. Bea und AvH versuchen, in den Besitz der Disketten des Dissertationstextes zu gelangen, indem sie in die Wohnung von F.L. eindringen. Dabei werden sie aber von diesem ertappt und müssen letztlich blamiert und unverrichteter Dinge abziehen. Der Skandal ist nicht mehr aufzuhalten. Die Diss. als Plagiat entlarvt. AvH und Bea räumen das Feld fluchtartig in Richtung USA, wo AvH einen Neuanfang erhofft. F.L., der mit Isa inzwischen fester liiert ist, erhält einen Job im Verlag der „Bürgerzeitung“ und von Prof. Wernicke sogar das Angebot, bei ihm zu promovieren. Isas Vater, der Verleger Ferdinand zur Mühlen, räumt F.L. dafür sogar einen bezahlten Freiraum ein. Zuletzt lässt F.L. noch die Bombe platzen: er ist der Verf. der Dissertation AvHs. Als sich die Überraschung darüber gelegt hat, steht dem happy end – einer Reise Isas und F.L.s – nichts mehr im Wege.
|