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Die Entscheidung von Menschen für ihren ganz persönlichen „Kopfsprung ins Dunkel“, für die nicht ungefährliche Flucht aus der gewohnten Umgebung in eine ungewisse Zukunft an einem fremden Ort, dies ist das übergreifende Thema des vorliegenden Stückes. Die erste Annäherung an das Thema erfolgt bereits am Eingang zum Aufführungsraum mit Hilfe von mehreren Stellwänden mit Hintergrundinformationen zu den Schwerpunkten des Stücks und wird dann mit den Mitteln des Theaters und der Musik auf vielfältige Weise fortgeführt. Schauplatz der Handlung ist einerseits die Ladefläche eines Lastwagens, auf der sich eine Gruppe sehr unterschiedlicher Charaktere mit sehr unterschiedlichen Motiven und Zielen zusammengefunden hat, um in ein vermeintlich besseres Land, eine bessere Zukunft zu fliehen. Weder der Ausgangspunkt ihrer Fahrt, noch das Ziel dieses in der Realität an keinem konkreten Ort und zu keiner konkreten Zeit existierenden Lastwagens werden genauer bestimmt. Klar ist nur, dass er sich – ständig von Entdeckung bedroht – auf eine imaginäre Grenze zu bewegt, die die Flüchtlinge vom Ziel ihrer Flucht trennt. Eingebettet in diese Rahmenhandlung erfolgt in Erinnerungen und Traumsequenzen – oft verknüpft mit Liedern und Musik - eine Annäherung an das Thema „Flucht“ aus den unterschiedlichsten Richtungen. Neben die ernsthafte Auseinandersetzung mit Themen wie Unterdrückung, Asyl oder Beschneidung treten dabei unterhaltsame, absurde und zum Teil sogar komische und satirische Elemente. Nachdenklichkeit ist dabei ebenso das Ziel wie Unterhaltung und – vielleicht überraschend angesichts des Themas – auch Schmunzeln und Lachen. Die musikalische Bandbreite der Eigenkompositionen reicht vom klassischen Kanon über melodische Balladen bis zu knackigem Rock. Durch die episodische Struktur mit einer Folge von Szenen, die durch eine Rahmenhandlung zusammengehalten werden, bietet das Stück eine Vielfalt von Möglichkeiten, neue Szenen, Liedern und/oder Figuren einzufügen und vorhandene zu überarbeiten oder zu streichen. Auf diese Weise kann es den Interessen und Bedürfnissen beinahe jeder Theatergruppe angepasst werden. Zudem ist nur bei sehr wenigen Rollen eine zwingende Festlegung auf ein bestimmtes Geschlecht gegeben (Uraufführung mit 16 weiblichen und nur zwei männlichen Darstellern, dabei spielten einige zwei oder mehr Rollen). Die meisten Rollen können – je nach Bedarf – von männlichen oder weiblichen Darstellern gespielt werden.
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