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Auch in dieser postmodernen Fassung geht es um Faust, einen alten, verbrauchten und hässlichen Doktor, der mit seinem Leben nicht zufrieden ist. Der moderne Faust will von Anfang an nur eins: Wieder jung und knackig sein, um endlich mal wieder ein Mädel abzubekommen. Es ist für Mephisto ein Leichtes, Faust zu überzeugen, den Weg der Sünde und der Versuchung einzuschlagen, da Faust hofft, endlich seinem Langweiler- und Streberdasein zu entfliehen. Für Mephisto beginnt nun die harte Arbeit. Aus Faust soll ein selbstbewusster, gut aussehender Mann mit einem Adoniskörper werden. Aufgrund einer Wette zwischen dem Herrn und Mephisto wird der alte Faust wieder in einen jugendlichen, gut aussehenden Mann verwandelt. Mephisto führt Faust zu drei verrückten Hexen, die ihm fehlschlagende Schönheitszauber verpassen. Also muss nachgebessert werden. Eine Ärztin wartet schon, die mit einer qualifizierten Assistentin durch einige leichte chirurgische Eingriffe das gewünschte Äußere herstellt. Doch Faust kann noch nicht die Welt erobern, er muss erst noch die Traumata seiner Kindheit aufarbeiten. Eine geschulte Psychologin kuriert Faust mithilfe ihrer reizenden Assistentinnen von den Kindheitserlebnissen. Ein Coaching verleiht ihm schließlich das nötige Selbstbewusstsein. In der Disco zeigt sich dann, dass seine Prägung durchaus rollenadäquat gelungen ist. Mephisto nimmt Faust nun mit auf eine Reise und verschafft ihm Einblicke in Banalitäten und Mysterien. In Auerbachs Keller trifft Faust auf eine lustige Sauftruppe, der es jedoch nicht gelingt, Faust zu überzeugen, dass das Trinken der Sinn des Lebens ist. Alkohol macht eben nicht jeden glücklich, auch wenn die Truppe ganz in ihrem Element ist und das Vaterunser des Säufers betet. Faust ist nun bereit, auf die Frauenwelt losgelassen zu werden. Faust geht auf die Suche nach der ersten Komponente für sein Glück: Eine Frau und ihre Liebe. Mephistos Aufwand zahlt sich aus, als sich die gar nicht schüchterne Margarethe in Faust verguckt. Sie verführt Faust und lässt ihn im wahrsten Sinne des Wortes seine Unschuld verlieren. Gretchens Mutter stört dabei nicht, denn sie ist damit beschäftigt, eine Line zu ziehen. |