Jun
3

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Kommentar

„Schmuddelkinder“ von Andreas Galk als Corona-Hörspiel erschienen

Ein Hörspiel aus Zeiten der Corona-Krise. Was genau bedeutet das?

Im Zuge der Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie waren viele Freizeitaktivitäten plötzlich nicht mehr möglich. Um eine Verbreitung des Virus zu vermeiden, sollte man möglichst zu Hause bleiben.

Der Theatertrainer, Regisseur und Autor Andreas Galk hatte deswegen die Idee, mit seinen Schülerinnen und Schülern ein Theaterstück als Fernhörspiel aufzunehmen. Diesmal wurde aber nicht wie sonst im Schauspielstudio gearbeitet, sondern alle Mitwirkenden sollten ihre Stimme selbst zu Hause aufnehmen – mit den technischen Möglichkeiten, die ihnen dabei zur Verfügung standen – und ihre Aufnahme dann einsenden. Diese Einzelaufnahmen fügte Galk dann zu einem Hörspiel zusammen.

 

 

 

 

So einfach, wie es klingt, war es dann am Ende nicht. Nicht nur, dass das ausgewählte Theaterstück (Galks „Schmuddelkinder“) nicht unbedingt als Hörspiel funktioniert: Es waren im Manuskript Änderungen nötig, und eine Erzählstimme musste eingefügt werden, so dass man die Handlung überhaupt verstehen kann, wenn die visuellen Effekte wegfallen. Nicht nur, dass über 1.000 verschiedene Schnitte und Einsätze nötig wurden, um aus dem Stimmensalat wieder eine sinnvolle Handlung herzustellen.

Es stellte sich auch heraus, dass natürlich alle Mitwirkenden unter den verschiedensten technischen und räumlichen Voraussetzungen gearbeitet hatten. Jede einzelne Stimme hatte ihren ganz eigenen Raumklang, ein eigenes Rauschlevel, unterschiedliche Lautstärke, Höhen- und Bass-Situation. Manche Mitwirkenden verfügen über professionelle Aufnahmetechnik, andere hatten nur ein Smartphone zur Verfügung.

 

 

 

 

Unterstützung kam von professioneller Seite: Pianist, Studio- und Bühnenmusiker Christoph Cremer aus dem Kölner Raum, langjähriger Weggefährte des Autors aus Musikertagen, erklärte sich bereit, das Hörspiel tatkräftig zu unterstützen und ihm eine eigene Musikkulisse extra zu komponieren und einzuspielen.

 

 

„Nachdem es zum „Shutdown“ gekommen war und von einem Tag auf den anderen die Schulen geschlossen wurden, war auch mit dem Theaterunterricht Schluss“, erinnert sich Andreas Galk. Lange nachgedacht habe er nicht: „Mir war klar, dass ich meinen Theaterkindern und -jugendlichen etwas anbieten möchte.“

 

Also hatte Galk, der nebenberuflich Audiopodcasts produziert, die Idee, ein Fernhörspiel auf die Beine zu stellen, und das fertige Produkt dann im Internet kostenlos zum Streaming und Download bereitzustellen. So kann man das Werk seit dem Wochenende bei Anbietern wie Spotify, iTunes, Deezer, Podimo und anderen Streamingdiensten hören. Ein eigener Player wurde dem Hörspiel außerdem auf der Seite http://jugendthriller.de/schmuddelkinder.html spendiert. Dort finden sich auch alle Informationen zu dem Projekt – an dem nebenbei gesagt niemand etwas verdient.

 

 

Auch, wenn das eigentlich Nebensache ist: Inhaltlich geht es in dem Hörspiel nicht um die Corona-Krise. Das ist die Handlung: Immer wieder geschehen in einer kleinen Stadt Diebstähle durch eine Gruppe von Kindern. Niemand weiß, wo sie herkommen oder zu wem sie gehören. Das kleine Mädchen Sam ertappt schließlich eines der Kinder auf frischer Tat und verfolgt es bis in das geheime Versteck. Doch sie wird entdeckt – von der bösen Frau Rani, die die Kinder dort gefangen hält und sie auf der Straße für sich stehlen lässt. Sam gerät in die Fänge eines gefährlichen Kinderhändler-Ringes.

 

Andreas Galk ist sehr zufrieden mit „seinen“ Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. „Alle haben einen hervorragenden Job gemacht“, freut er sich. Und das auch in die Osterferien hinein.

Ein besonderer Dank gilt auch den Eltern vor allem der jüngeren Teilnehmer, die nach Kräften ihrem Nachwuchs geholfen haben, die technische Seite des Projekts zu bewältigen.

Am Ende waren es 20 Sprecherinnen und Sprecher, die meisten aus Galks Theaterkursen in Susannes Studio, ein paar weitere aus dem Landkreis Harburg, wo Galk eine Theater-AG betreut.

 

 

Hier geht es zur Bühnenversion des Stückes: Schmuddelkinder

Erschienen ist das Theaterstück im Theaterverlag Theaterbörse . Bei uns findet ihr Theaterstücke für die Schule, für das Laientheater oder für die große Bühne.

Die Stücke können per Download zum selbst Ausdrucken erworben werden oder ganz bequem schon fertig gebunden über Versand.

 

 

 

#Hörspiel #Coronahörspiel #Schmuddelkinder #Jugendtheater #Jugendtheatertext

 

 

Mai
7

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Kommentar

Theaterstücke zur Corona Krise

Theater trotz Corona? Auch wenn uns derzeit allen das Virus das Leben schwer macht und geplante Aufführungen nicht stattfinden können, passiert digital viel, damit auch weiterhin Kunst, Kultur und Abwechslung angeboten werden kann. Wir haben hierzu ein paar Stücke zusammen gestellt, die entweder zu der jetzigen Thematik passen oder die auch ohne großen Aufwand einer Bühne zu Hause mit self-made-improvisierten Mitteln spielbar sind:

Corona-Empfehlungen

 

Stellvertretend für diese Auswahl stellen wir heute das neue Theaterstück unseres Autors Wolfgang Malischewski vor.

Es ist als Ein-Personen-Stück perfekt auf die derzeitige Krise angepasst.

Das Stück kombiniert Gefühl und Witz, enthält viele Spiel-im-Spiel-Passagen und damit viel Futter für Schauspielerinnen. Es ist für Jugendliche und junge Erwachsene besonders geeignet. Es kann nicht nur ohne großen Aufwand auf der Bühne aufgeführt werden, sondern lässt sich auch zu Hause inszenieren:

 

Die siebzehn Jahre alte Maria wird von ihren Eltern in „Corona-Haft“ gehalten, obwohl sie ihrer Meinung nach nur stark erkältet ist. Mit aberwitzigen, skurrilen Phantasiespielen versucht sie, sich die Zeit zu vertreiben. Das Eingesperrtsein ist für sie besonders unerträglich, weil sich ihr neuer Freund nicht meldet. Trotz einiger Selbstzweifel, dass sie zu hässlich sei, inszeniert sie sich in einem Video u.a. als Influencerin. Dabei macht sie ihrem Freund Vorwürfe, dass er nicht anruft. Wie wird er reagieren wenn er das Video sieht?
Das Stück ist das ideale Quarantäne-Stück in mehrfacher Hinsicht: Es thematisiert eine Quarantäne-Situation und greift das aktuelle Thema Corona auf. Es spiegelt als Eine-Frau-Stück die Einsamkeit der Quarantäne wider und es lässt sich sehr leicht sowohl auf der Bühne inszenieren als auch in der häuslichen Quarantäne.

 

Erfahrt hier mehr über dieses neue Theaterstück: Leben. Was sonst!

 

 

#Theaterzurcoronazeit #Theaterstückzuhause #Coronahaft #Coronakrise #Theaterstückonline #Theateronline #Jugendtheater #Jugendtheaterstück

Mai
5

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Kommentar

Autorenporträt: Hubertus Nowak

Hubertus Nowak wurde 1965 in Köln geboren. Er ist von Beruf Erzieher und war außerdem als Antiquar und Niederländisch-Übersetzer tätig. Durch seine Mitwirkung bei Aufführungen des ‚Matchbox-Theaters‘ in Leverkusen und der Theatergruppe ‚Die Sonntagsschwimmer‘ in Köln sammelte er Erfahrungen in der Theaterarbeit.

Hubertus Nowak legt Wert darauf, dass in seinen Sketchen und Komödien immer das Unterhaltsame mit dem Hintergründigen verbunden bleibt. Die Komik seiner Stücke entwickelt sich immer aus der Handlung selbst. Die Aussage kann dabei durchaus ernsthaft gemeint sein.
Seine Komödien bestehen in der Regel aus einem solide aufgebauten Plot, der bis zu einem meist showdown-artigen Ende trägt. Um den Handlungsstrang nicht zu stören wird in den Stücken von Nowak, soweit möglich, auf derbe Scherze verzichtet. Allerdings kann die Komik dazu führen, dass die dargestellten Figuren übertrieben unglaubwürdig gezeichnet werden, um bestimmte Problemsituationen deutlich zu machen.
Dabei sind die Stilmittel dieser Komik vor allem der Spott und die Ironie. Es geht ihm jedoch in jedem Fall darum Zynismus zu vermeiden, den er für die Berufskrankheit der Komödianten hält.

In seinen Sketchen werden alltägliche Vorkommnisse dadurch in ein anderes Licht gestellt, dass sie mit ungewöhnlichen Zusammenhängen kombiniert werden. So ist er auf die Idee zum Sketch ‚Die Online-Omas‘ gekommen, als er eine Gruppe von Jugendlichen sah, die zusammen saßen und alle mit ihrem Handy beschäftigt waren. Diese Situation übertrug er dann auf eine Gruppe älterer Frauen.
Im Sketch ‚Die Außerirdische‘ wird die weit in die Zukunft gerichtete Vorstellung von Reisen zu fernen Planeten den alltäglichen menschlichen Verhaltensweisen gegenübergestellt.
Auch in dem Sketch ‚Die Lehrerin‘ werden diese alltäglichen Verhaltensweisen durch Übertreibung ins Lächerliche gezogen.

In seiner Komödie ‚Ein Bürgermeister greift durch‘ geht es Nowak darum, die manchmal ausweglose Lage der Kommunalpolitik zu karikieren, indem er das abstruse Verhalten eines Bürgermeisters einer Kleinstadt darstellt, der versucht selbst Geld zu verdienen um die Schulden der Gemeinde abzutragen.
In ‚Wir werden ja sehen‘ setzt er sich mit dem Älterwerden der Bevölkerung auseinander, indem er die Probleme des Zusammenlebens von Alten im Heim durch Komik hinterfragt. Ältere könnten sich jedoch durch diese zum Teil stark abweichenden Verhaltensweisen der Protagonisten auch angegriffen fühlen.
Viele der Eindrücke, die Nowak als Darsteller in Theaterstücken sammelte, hat er in seinem neuesten Stück ‚Hinter den Kulissen‘ zu einer grotesken Komödie zusammengefügt. Hier werden einerseits die Strukturen kritisiert, unter denen Schauspieler heutzutage arbeiten müssen; andererseits werden hier aber auch Schauspieler, die auf ihre manchmal etwas sehr versessene Art in ihrem Element sind, persifliert. In jedem Fall darf auch hier wieder geistreich gelacht werden.

 

Von Hubertus Nowak sind bisher folgende Theaterstücke in unserem Verlag erschienen:

 

Ein Bürgermeister greift durch

Sketche

Neue Sketche

Teufel noch eins

Wir kommen wieder

Wir werden ja sehen

 

Schaut doch mal rein!

 

 

 

#Autoren #Autorenporträt #Theaterautor #Theatertexteonline #Theaterstückezumausdrucken #Theatertexte

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