Okt
19

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Kommentar

Tierisch lustige Erlebnisse in einem ganz besonderen Hotel

In diesem Stück von Gregor Schürer geht es um ein junges Pärchen, das mit seinem Startup für ein Hotel der besonderen Art in eine Marktlücke stoßen will.

Sie bieten ein Hotel an, in das man sein Haustier – zumeist Hund oder Katze – mitbringen kann. Ob das Konzept aufgeht, soll sich am Eröffnungstag erweisen. Doch als die ersten Gäste eintreffen, haben sie zwar ihren Mops bzw. ihre Mieze dabei, doch die Sache verläuft ganz anders als geplant.

Die lustige Verwechslungskomödie lebt vom Spiel der Erwartungen, die dann ganz anders erfüllt werden als gedacht. Sie eignet sich sowohl für den Erwachsenenbereich als auch für Schultheater. Es gibt den Darstellern Gelegenheit, ordentlich auf die Humor-Tube zu drücken und kommt dabei mit zwei Bühnenbildern und ganz ohne echte Tiere aus.

Erschienen ist das Theaterstück im Theaterverlag theaterboerse . Hier gibt es weitere Informationen: Im Hotel mit Mops und Mieze

Bei uns findet ihr Theaterstücke für die Schule, für das Laientheater oder für die große Bühne.

Die Stücke können per Download zum selbst Ausdrucken erworben werden oder ganz bequem schon fertig gebunden über Versand.

#erwachsenentheater #seniorentheater #komödie #theaterstück #theaterboerse

Okt
5

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Kommentar

Eindrücke der Autorin Kim Salmon nach der Uraufführung von „Fredy“

Ein eindrucksvoller Bericht unserer Autorin Kim Salmon erreichte uns. Sie war Gast bei der Uraufführung ihres Theaterstückes Fredy:

 

Am Abend des 9. Juli stand ich neben dem Festsaalgebäude der Freien Waldorfschule St. Georgen und war so aufgeregt wie wohl seit Jahren nicht mehr. Grund dafür war die Vorstellung der Theater-AG, die gleich das Stück Fredy auf die Bühne bringen würde. Dabei musste ich gar nicht mitspielen, keine Technik bedienen, keine Ansprache halten und auch sonst nichts tun als im Publikum zu sitzen und die Vorstellung zu genießen. Nervös war ich trotzdem – schließlich ist Fredy mein erstes eigenes Stück.
Mein Name ist Kim Salmon, ich bin zweiundzwanzig Jahre alt, und seit ich denken kann, habe ich gern geschrieben und gern Theater gemacht. Als ich also 2017 während meines einjährigen Freiwilligendienstes in der Ghetto-Gedenkstätte Theresienstadt auf eine Geschichte stieß, die mich einfach nicht mehr losließ, war es für mich naheliegend, sie zu einem Theaterstück zu verarbeiten. Die Hauptfigur: Fredy Hirsch, ein junger Pfadfinderleiter und Sportlehrer aus Aachen, Jude und schwul, Gefangener in Theresienstadt und Auschwitz, unheimlich mutig und stark, beeindruckend, und leider heute so gut wie unbekannt. Fredy und seine Wegbegleiter*innen faszinierten mich – je länger ich mich mit ihnen beschäftigte, je mehr ihrer Fotos und Briefe ich fand, desto bewusster wurde mir, was für lebenshungrige junge Menschen sie gewesen waren, deren Träume, Freundschaften und Streitigkeiten trotz der Verfolgung und letztendlich Ermordung durch die Nazis nicht viel anders waren als meine eigenen.
Bis aus der Idee ein fertiges Stück wurde, vergingen gut zwei Jahre mit viel Recherche, mehreren vorläufigen Fassungen und einigen Pausen. Ende 2019 erschien der fertige Text dann in der theaterboerse – und, nachdem auf diesem Weg die Aufführungsrechte nach Freiburg verkauft waren, verstrichen Covid19-bedingt über eineinhalb Jahre, bis das Stück zur Uraufführung kommen konnte. Nach so langer Zeit hatte ich die geplante Aufführung ehrlich gesagt kaum noch auf dem Schirm gehabt. Was für ein glücklicher Zufall also, dass ich am Montag vor der Premiere die Ankündigung auf der Schulhomepage fand! Ich buchte gleich Zugtickets nach Freiburg – der Theater-AG zu schreiben, dass ich komme, traute ich mich aber erst einige Tage später, nachdem der erste Schock verwunden war.
An der Schule angekommen, kurz vor der Vorstellung, war meine Anspannung angesichts dessen, dass da gleich mein Stück gespielt würde, riesig – und in die Vorfreude mischte sich eine leise Angst, dass es mir nicht gefallen könnte. Zum Glück kann ich sagen, dass sich die Angst schon nach der ersten Szene als unbegründet entpuppte. Das neunköpfige Ensemble war mit derart viel Spielfreude dabei, die Figuren so liebevoll ausgearbeitet, die Inszenierung so voll von fantasievollen Kniffen, dass ich im Publikum saß und, obwohl ich den Text hätte mitsprechen können, immer wieder das Gefühl hatte, etwas ganz Neues zu sehen. In Leipzig, wo ich lebe, inszeniere ich das Stück aktuell selbst, sodass ich, wenn ich mir die Szenen vorstelle, meistens mein eigenes vierköpfiges Ensemble, unsere Bühne und unsere Inszenierungsansätze vor Augen habe. Denselben Text mit einer andere Gruppe, einer anderen Bühne und anderen Ideen zu sehen, fand ich sehr spannend.
Um also die Frage mehrerer Gäste, mit denen ich mich in der Pause unterhielt – „Ist es denn so, wie Sie es sich vorgestellt haben?“ – zu beantworten: nein! Aber das ist ja eben das Tolle am Theater. Theater lebt davon, dass das Endergebnis nicht der Vorstellung einer Person, sondern immer den Vorstellungen Vieler entspringt. In jedem Text stecken unendlich viele mögliche Inszenierungen, und so ist auch ein fertiger Theatertext ungespielt kein fertiges Kunstwerk. Obwohl wir uns erst am Tag der Premiere kennengelernt haben, haben die neun Schauspieler*innen und zwei Musikerinnen, AG-Leiterin Claudia Emmert-Lang, alle anderen Helfer*innen an der Freien Waldorfschule und ich an der Fertigstellung dieses Kunstwerks gemeinsam gearbeitet.
Ich war und bin glücklich, stolz und dankbar, dass sich diese tolle Truppe für mein Stück entschieden hat, und beeindruckt, was sie daraus gemacht haben. Vor allem aber bin ich froh, dass Fredy Hirsch und seine Mitstreiter*innen durch diese Produktion nun mehr Menschen bekannt sind als zuvor, und dass wir so vielleicht gemeinsam einen kleinen Erfolg im Kampf gegen das Vergessen erringen konnten.

Wir gratulieren dem Ensemble der Freien Waldorfschule St. Georgen zu mehreren erfolgreichen Aufführungen und bedanken uns bei Kim Salmon für diesen großartigen Einblick.

 

 

 

#fredyhirsch #gegendasvergessen #freiewaldorfschulefreiburg #theaterag #uraufführung

Sep
21

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Das neue Schlossberg Theater Nidderau spielte open air „Die Kuscheltier-Entführungen“

„Ihr werdet Euch schlapplachen!“ versprach Marina Griepentrog, die zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Anfang des Jahres das „Schlossberg Theater Nidderau“ gegründet hat. Corona hatte an den Nerven genagt und der Wunsch war riesengroß, wieder Theater zu spielen. Open Air wollten die beiden in den Stadtteilen Spaß und Unterhaltung auf die Bühne bringen. Nach so langer Kultur Abstinenz hatten sie geradezu Entzugserscheinungen, so dass sie sich ratzfatz zu dieser Doppelpremiere – neues Theater, neues Stück entschlossen haben.  Gemeinsam mit Alexandra Weber wählten sie hierfür „Die Kuscheltier-Entführungen“ von Kai Hinkelmann aus. In nur 3 Monaten gelang es, die Komödie zu inszenieren. Die 7 Darsteller kommen alle aus Nidderau. Mit großem Engagement und Begeisterung war jeder bei der Sache. Als sich am 10. und 11. Juli 2021 der nicht vorhandene Vorhang im Hof von Burg Wonnecken öffnete, dann war dies eine doppelte Premiere – ein neues Theater in Nidderau und auch binnen kürzester Zeit die erste Aufführung.

Marina Griepentrog als Mit-Initiatorin hat schon als junges Mädchen als Statistin auf der Bühne des Stadttheaters in Krefeld gestanden. Ihr „Schlossberg Theater“ ist Mitglied im Verband Hessischer Amateurtheater. Das Gelernte aus zahlreichen Seminarbesuchen in den vergangenen Jahren konnte sie jetzt gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang Griepentrog bei der Inszenierung umsetzen. Im Verband wurde Marina Griepentrog als Bereichsleiterin Ost ins Präsidium gewählt.
Was tun, wenn man komplett pleite ist und für die Eröffnung eines Ladengeschäfts schlappe 5000 Euro braucht? Vor dieser Frage stehen Sunny und Goldy. Die 2 sympathischen jungen Leute wollen in ihrem Laden im Niemandsland Stofftiere verkaufen, die sie günstig aus China geordert haben. Doch die Lieferung hängt beim Zoll fest und die beiden brauchen Geld, um sie auszulösen. Woher nehmen? Schnell kommt Ihnen die glorreiche Idee einer Entführung, um kurzfristig Lösegeld zu erpressen, das sie später, grundehrlich wie sie sind, wieder zurückgeben wollen. Sie trinken sich Mut an und machen sich ans Werk. Klar, dass in der Folge alles schiefgeht, was nur schiefgehen kann. Entführungen und eine Leiche, die irgendwie keiner vermisst, sind Teil der rasanten und lustigen Szenen, die auf der Bühne zu sehen sind. Am Ende verlieren alle völlig den Überblick, das Geschehen läuft restlos aus dem Ruder und das Chaos ist komplett.
Begonnen haben Marina und Wolfgang Corona bedingt mit vielen Einzelproben und dabei mit jedem Darsteller seine Rolle erarbeitet. Als es dann erlaubt war, wurden draußen die Sequenzen zusammengefügt. Auch aktuell steht die Tür zum Mitmachen immer offen, denn das Schlossberg Ensemble will nicht nur eine kleine, begrenzte Zahl von open Air Vorstellungen machen, sondern auch, wenn es draußen kälter wird, nach drinnen wechseln. Deshalb wird gerne mit Doppelbesetzungen gearbeitet, weil halt nicht jeder immer kann.

Schon bei den Proben gab es, weil das Stück so witzig ist, so viel Spaß, dass die Schauspieler zuweilen über ihren eigenen Text lachen mussten. Das sollen und werden die Zuschauer selbst erleben und sich auf eine unterhaltsame Zeit einrichten.
Corona hat überall ein kulturelles Ödland hinterlassen. Aber unter den aktuellen Auflagen und mit mehr Freiheiten dürfen jetzt endlich auch Kulturschaffende und Veranstalter wieder an den Start gehen. Die Schauspieler sind alle geimpft, genesen oder getestet. Für das Publikum war Corona bedingt nur ein begrenztes Kontingent an Plätzen verfügbar. Ein Hygienekonzept war vorbereitet, um für höchstmögliche Sicherheit der Gäste zu sorgen.
Die Vorstellungen fanden von Juli bis September open air unter anderem im Innenhof von Burg Wonnecken statt. Dort wurde auch geprobt, wobei der ausdrückliche Dank der Leiterin der Alzheimer Stiftung, Melanie Jung, gilt, die dies ermöglicht hat. Weitere Spielorte waren der Pfarrgarten der kath. Kirche Heldenbergen, den Pfarrer Thomas Korfmann für die Aufführung zur Verfügung gestellt hat. Noch eine Aufführung gab es im Bürgerhof Ostheim e.V., wo Ende Juli gespielt wurde. Der neben der Prominenz aus Stadt und Kreis bei der Premiere anwesende Bürgermeister vom Nachbarort Hammersbach war so begeistert, dass er das Schlossberg Theater spontan für eine Vorstellung in seinem Ort engagierte.
Bei den Aufführungen brillierten Alexandra Weber und Florian Adam-Neumann als die Protagonisten Sunny und Goldy. Bei ihrem Spiel, vor allem alkoholisiert, blieb kein Auge trocken. Glaubhaft verkörperten sie den guten Willen, nichts Böses vorzuhaben und dann doch ins Unglück zu schlittern. Das Publikum bangte und hoffte mit ihnen.
Mit Cordula Goebel und Annalena Illing gab es zwei Besetzungen für die Rolle der Marketing-Expertin Frau Blend-Leitmeier, der beide ihren eigenen Stempel aufdrückten und überzeugend mit viel Sexappeal „das Flittchen“ gaben, das sich durch die Betten zum Erfolg schlafen will.
Alexander Stranzky als unsympathischer und arroganter Bankangestellter für das untere Kundensegment überzeugte mit markanter Stimme und starkem Ausdruck.
Die Polizistin, die sich schließlich als Ehefrau des zu entführenden Bankdirektors herausstellt, spielte Petra Stein herrlich konfus mit Charme und persönlicher Note.
Die taffe, mitleidlose Frau des unsympathischen Bankangestellten gab Roswitha Stein mit Überzeugung, wenn sie befand „Abmurksen ist auch keine schlechte Idee…“.
Nicht zu vergessen und geradezu unvergesslich, präsentierte sich Maximilian Kleinschmidt als kreativer Künstler, der mit Fragen nach points und pictures sich am Ende zur „best performance ever“ hinreißen ließ.
Stets präsent auch die Souffleuse Monika Heyne, die kaum einspringen musste.
Hinter den Kulissen vollbrachte Markus Moldan als Make-Up Artist wahre Schmink- und Frisur- Meisterleistungen.
Riesiger Applaus des begeisterten Publikums war Lohn für eine Aufführung mit Amateur-Schauspielern, die wie Profis agierten.
Das Schlossberg Theater hat mit seinem Stück exakt den Geschmack des Publikums getroffen, das in der bedrückenden Zeit unter Corona keine schwere Kost sehen, sondern ganz einfach nur entspannen, Spaß haben und wieder herzhaft lachen will.

 

 

 

Unser großer Dank geht an Marina Griepentrog für diesen tollen Bericht über die gelungenen Aufführungen.

Endlich wird wieder Theater gespielt!

Wer mehr über das Theaterstück erfahren will, folgt einfach diesem Link: Die Kuscheltier-Entführungen

 

 

 

 

#endlichwiedertheater #openairtheater #erwachsenentheater #theaterstück #theatertext #kriminalkomödie

 

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