Alltagsabsurde Komödie: Sturm hat Drang

Empfehlung aus unserem Lektorat! Diese neue Komödie von Thomas Haselmann voller Alltagsabsurditäten wird eurem Publikum höchstes Vergnügen bereiten:
Ein Mann, eine Blase und drei Türen. Willkommen im siebten Stock des KaDeWe – genauer: im Vorraum zu den Toiletten. Hier beginnt eine absurde Reise durch Geschlechtervielfalt, gesellschaftliche Überforderung und akuten Harnstau. Tobias Sturm – bald von der Welt nur noch „Klobias“ genannt – steht vor einem Dilemma: Links das Männerklo, Mitte das Frauenklo, rechts eine Tür mit einem abstrakten Symbol, das aussieht wie eine Mischung aus Origami, Gender-Statement und Design-Preis- Unfall.
Was ursprünglich als simpler Toilettengang geplant war, wird zum kafkaesken Trip durch Identitätsfragen, Sprachverrenkungen und Putzmitteldämpfe. Tobias möchte nur eines: pinkeln. Doch die Welt – vertreten durch eine schillernde Parade an schrägen Figuren – macht es ihm schwerer als ein verklebter Klotürgriff.
Da ist Erna, die Klofrau mit Berliner Kodderschnauze und einem Vorrat an KLOsterfrau Melissengeist, der selbst eine Pandemie überstehen würde. Hacki, ein menschliches Verdauungsabenteuer mit poetischer Fäkalsprache. Sandy Shiny, Influencerin zwischen Blasendetox und Selbstverwirklichung im Livestream. Eine blinde Parfüm-Expertin mit NS-Vergangenheit, ein sächsischer Hausmeister mit Fugenfetisch und eine französische Theater-Coachin auf Sinnsuche vervollständigen das bunte Ensemble.
„Sturm hat Drang“ ist eine temporeiche Gesellschaftssatire mit Herz, Hirn und Harnleiter.
Das Stück stellt die Frage: Darf man beim Pinkeln noch einfach nur Mensch sein – oder ist selbst das inzwischen ein politischer Akt? Zwischen Toilettenpoesie und Reinigungswahnsinn entfaltet sich eine Klomödie, die das Absurde feiert und dabei gnadenlos unterhält – tiefgründig, respektlos, inklusiv und sehr, sehr druckvoll.
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theaterboerse Magazin