Autorenporträt: Ergün Tepecik

Ergün Tepecik wurde 1944 in Gördes geboren. Seine schulische Ausbildung – Grund-, Mittel- und Oberstufe – absolvierte er in Manisa. 1970 schloss er sein Studium an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in Izmir erfolgreich ab.
1971 migrierte er nach Deutschland. Er war fast zwei Jahre als Berater für türkische Arbeitnehmer bei der Arbeiterwohlfahrt (Türk Danış) und mehr als drei Jahre lang als Koordinator bei der Internationalen Bund für Sozialarbeit (IB) in Göttingen tätig. In dieser Funktion organisierte er Sprach- und Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten und leistete einen nachhaltigen Beitrag zur interkulturellen Bildungsarbeit.
Zwischen 1985 und 2000 gab er als Mitbegründer und verantwortlicher Redakteur die zweisprachigen Zeitungen Birlikund später Ekin heraus. 1994 gründete er das multikulturelle Göttinger Alternative Theater (ATG e.V.). Über 30 Jahre lang leitete er zahlreiche Theaterkurse für Jugendliche und brachte erstmals migrantische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterschiedlicher Generationen auf die Bühne – ein Pionierprojekt an der Schnittstelle von Kunst, sozialem Engagement und Migration.
Nach seinem Umzug nach Nürnberg im Jahr 2010 wurde der Verein in Mosaik e.V. umbenannt. Aufgrund der nachhaltigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stellte der Verein im Jahr 2022 seine Tätigkeit ein. Im März 2023 zog Ergün Tepecik infolge eines beruflichen Wechsels seiner Partnerin nach Stuttgart.

Ergün Tepecik ist Autor von zwölf Büchern, die in deutscher und türkischer Sprache veröffentlicht wurden. Darüber hinaus kamen sieben seiner Theaterstücke zur Aufführung.
Folgende Theaterstücke von Ergün Tepecik sind bisher im Theaterverlag theaterboerse erschienen: „Deutsche Bürokratie im türkischen Schlafzimmer“ und „Ein türkenfreundlicher Neonazi“ (Gesellschaftskritik)
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