Autorenporträt: Hubertus Nowak

Hubertus Nowak wurde 1965 in Köln geboren. Er ist von Beruf Erzieher und war außerdem als Antiquar und Niederländisch-Übersetzer tätig. Durch seine Mitwirkung bei Aufführungen des ‚Matchbox-Theaters‘ in Leverkusen und der Theatergruppe ‚Die Sonntagsschwimmer‘ in Köln sammelte er Erfahrungen in der Theaterarbeit.

Hubertus Nowak legt Wert darauf, dass in seinen Sketchen und Komödien immer das Unterhaltsame mit dem Hintergründigen verbunden bleibt. Die Komik seiner Stücke entwickelt sich immer aus der Handlung selbst. Die Aussage kann dabei durchaus ernsthaft gemeint sein.
Seine Komödien bestehen in der Regel aus einem solide aufgebauten Plot, der bis zu einem meist showdown-artigen Ende trägt. Um den Handlungsstrang nicht zu stören wird in den Stücken von Nowak, soweit möglich, auf derbe Scherze verzichtet. Allerdings kann die Komik dazu führen, dass die dargestellten Figuren übertrieben unglaubwürdig gezeichnet werden, um bestimmte Problemsituationen deutlich zu machen.
Dabei sind die Stilmittel dieser Komik vor allem der Spott und die Ironie. Es geht ihm jedoch in jedem Fall darum Zynismus zu vermeiden, den er für die Berufskrankheit der Komödianten hält.

In seinen Sketchen werden alltägliche Vorkommnisse dadurch in ein anderes Licht gestellt, dass sie mit ungewöhnlichen Zusammenhängen kombiniert werden. So ist er auf die Idee zum Sketch ‚Die Online-Omas‘ gekommen, als er eine Gruppe von Jugendlichen sah, die zusammen saßen und alle mit ihrem Handy beschäftigt waren. Diese Situation übertrug er dann auf eine Gruppe älterer Frauen.
Im Sketch ‚Die Außerirdische‘ wird die weit in die Zukunft gerichtete Vorstellung von Reisen zu fernen Planeten den alltäglichen menschlichen Verhaltensweisen gegenübergestellt.
Auch in dem Sketch ‚Die Lehrerin‘ werden diese alltäglichen Verhaltensweisen durch Übertreibung ins Lächerliche gezogen.

In seiner Komödie ‚Ein Bürgermeister greift durch‘ geht es Nowak darum, die manchmal ausweglose Lage der Kommunalpolitik zu karikieren, indem er das abstruse Verhalten eines Bürgermeisters einer Kleinstadt darstellt, der versucht selbst Geld zu verdienen um die Schulden der Gemeinde abzutragen.
In ‚Wir werden ja sehen‘ setzt er sich mit dem Älterwerden der Bevölkerung auseinander, indem er die Probleme des Zusammenlebens von Alten im Heim durch Komik hinterfragt. Ältere könnten sich jedoch durch diese zum Teil stark abweichenden Verhaltensweisen der Protagonisten auch angegriffen fühlen.
Viele der Eindrücke, die Nowak als Darsteller in Theaterstücken sammelte, hat er in seinem neuesten Stück ‚Hinter den Kulissen‘ zu einer grotesken Komödie zusammengefügt. Hier werden einerseits die Strukturen kritisiert, unter denen Schauspieler heutzutage arbeiten müssen; andererseits werden hier aber auch Schauspieler, die auf ihre manchmal etwas sehr versessene Art in ihrem Element sind, persifliert. In jedem Fall darf auch hier wieder geistreich gelacht werden.

 

Von Hubertus Nowak sind bisher folgende Theaterstücke in unserem Verlag erschienen:

 

Ein Bürgermeister greift durch

Sketche

Neue Sketche

Teufel noch eins

Wir kommen wieder

Wir werden ja sehen

 

Schaut doch mal rein!

 

 

 

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