Autorenporträt: Rudi Jagusch

Heute bietet uns Autor Rudi Jagusch interessante Einblicke und Hintergründe zu seinem Stück Café Kriminell :
Ich schreibe hauptberuflich Krimis, Thriller und Reiseführer. Mich reizt die Spannung zwischen Alltag und Drama. Ich beobachte gern Menschen, höre Gespräche mit halbem Ohr zu und merke mir seltsame Momente, die andere längst vergessen haben.
Die Idee zu Café Kriminell entstand, weil ich etwas Neues wollte. Ich wollte sehen, wie sich meine Figuren bewegen, wenn sie nicht nur in meinem Kopf existieren, sondern auf einer Bühne stehen. Das war für mich ein Schritt aus der Komfortzone. Ich hatte keine Erfahrung mit Theater, aber viel Lust, es zu versuchen. Neugier ist ein guter Motor.
Beim Schreiben habe ich viel über mich gelernt. Ich merkte, wie sehr ich Dialoge liebe, die scheinbar harmlos beginnen und dann Tiefe bekommen. Ich merkte auch, wie sehr mich das Zusammenspiel von Menschen fasziniert. Ein Blick, ein verschlucktes Wort oder ein verschobener Stuhl sagt oft mehr als ein langer Monolog. Genau diese Kleinigkeiten wollte ich im Stück spürbar machen.
Café Kriminell spielt in einem kleinen Café, in dem Nähe und Geheimnisse dicht beieinander liegen. Menschen kommen herein, setzen sich, reden über alltägliche Dinge und ahnen nicht, wie wenig sie wirklich voneinander wissen. Ein ganz normaler Tag nimmt seinen Lauf, bis ein Fund alles ins Wanken bringt und die vertraute Routine plötzlich bricht. Der Ton bleibt leicht, doch unter der Oberfläche sammelt sich Spannung. Genau das mag ich. Wenn Humor und Krimi nebeneinander stehen und sich gegenseitig verstärken.
Für mich war Café Kriminell eine angenehme Abwechslung. Ich konnte vieles anders denken und einfach schauen, wohin die Figuren mich führen. Jetzt freue ich mich darauf, wie das Stück auf der Bühne lebt und wie das Publikum auf die kleinen Überraschungen reagiert.
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