Autorenporträt: Torsten Hirschberger

Vom Autor Torsten Hirschberger sind bisher zwei Theaterstücke in unserem Verlag erschienen:

Das heilige Leuchten und Penthesilea liebt Achilla.

Heute nimmt er uns mit hinter die Kulissen und verrät, wie seine Stücke entstehen und was ihn dabei antreibt:

„Mein erstes Buch entstand in einem DIN-A5-Heft. Ich war Grundschüler. Der Verlag war ich selbst, das Honorar bestand aus guter Laune, und aufgehört zu schreiben habe ich seitdem nicht mehr. Zumindest nie für besonders lange.

Das Heft gibt es übrigens noch heute. Die Geschichte ist nie ganz fertig geworden. Irgendwo im Universum schweben ihre Heldinnen und Helden noch immer durch den Weltraum und warten auf das letzte Kapitel und ihre glückliche Rückkehr zur Erde. Zum Glück ist mir das bei meinen späteren Büchern und Theaterstücken besser gelungen. Heute dürfen meine Figuren ihre Geschichten in der Regel bis zum Ende erleben.

Zum Theater kam ich viele Jahre später – als Junglehrer. Für die Weihnachtsfeier meiner Schule schrieb ich mit „Robo und das heilige Leuchten“ eines meiner ersten Theaterstücke. Weitere Weihnachtsstücke folgten, bevor mich die Welt der Literaturklassiker in ihren Bann zog. Daraus entstanden unter anderem „Penthesilea liebt Achilla“ und inzwischen ein weiteres Stück über die großen Gestalten der Weltliteratur. Später kamen schließlich auch immer mehr ganz eigene Stoffe hinzu.

Als Lehrer hatte ich das große Glück, meine Stücke nicht nur zu schreiben, sondern sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern auf die Bühne zu bringen. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche meiner Theaterstücke an meiner Schule und an vielen weiteren Schulen aufgeführt. In einer AG für Kreatives Schreiben entstanden darüber hinaus zwei Bücher, die wir gemeinsam veröffentlichten.

Beim Schreiben beschäftigt mich weniger die Frage, was auf der Bühne passiert, sondern was Theater mit Menschen macht. Ich liebe Komödien, weil Humor verbindet. Gleichzeitig freue ich mich, wenn zwischen zwei Lachern plötzlich ein Gedanke auftaucht, der noch lange nach dem Schlussapplaus im Publikum weiterlebt. Deshalb dürfen meine Stücke gerne witzig sein, aber hoffentlich niemals beliebig.

Besonders wichtig ist mir, dass möglichst viele Mitwirkende ihren eigenen Moment auf der Bühne erleben können. Theater ist für mich kein Wettbewerb um die Hauptrolle, sondern ein gemeinsames Abenteuer, bei dem jede Figur ihren Platz hat und jede Rolle zum Gelingen des Ganzen beiträgt.

Neben Theaterstücken schreibe ich Kinder- und Jugendbücher sowie spirituelle und philosophische Bücher. Ideen gibt es noch viele. Solange Geschichten den Weg zu mir finden – oder ich zu ihnen –, werde ich sie aufschreiben. Denn manche lassen einem einfach keine andere Wahl.“

 

 

 

 

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