Autorinnenporträt: Martina Scheuringer

Meistens behagte mir bei bereits bestehenden Jugendstücken der Humor nicht so ganz oder mir war die Botschaft zu aufdringlich oder das ganze Stück zu kitschig – also griff ich selbst zur Feder.
Einige Rollen bildeten sich dann im Zusammenhang mit der Vorstellung einiger SchülerInnen… Da ich eher an existentiellen bzw. allgemeinmenschlichen (denn an politischen) Problemen interessiert bin, landete ich rasch beim Themenkreis Liebe, Liebeskummer, Pubertät, Chaos. Liebeskummer erlebt wohl jeder Mensch mindestens einmal im Leben – und er kann schlimm bis lebensbedrohlich sein. Das Stück sollte die SchülerInnen im besten Fall wappnen und trösten, sie an den Wert von Freundschaft erinnern.
Die Idee mit den personifizierten Gefühlen hatte ich schon vor Jahrzehnten, aber da fehlte mir noch der Mut und auch sonst alles zum Schreiben eines Stückes. Nun kam sie mir wieder in den Sinn – nicht zuletzt deshalb, weil ich viele Rollen entwickeln musste – eben für 24 SchülerInnen.
„Something“ von den Beatles empfinde ich als eines der schönsten Liebeslieder überhaupt – und somit war es auch titelgebend. Das Konzept der Band, die im Stück eine große Rolle spielt, war für mich nahezu selbstverständlich, weil in meiner besagten Klasse so viele gute MusikerInnen sind. Insgesamt wollte ich mein Stück nicht zu kompliziert halten oder unnötig aufladen, es sollte auch lustig-lockere Elemente enthalten.
„Something“ ist mein erstes und bislang einziges Theaterstück; ansonsten schrieb ich als Gelegenheitsautorin Artikel und Kommentare für österreichische Tageszeitungen („Presse“, „Standard“). Ich muss immer warten, bis mich die Muse küsst oder mich die Leidenschaft für ein Thema erfasst – deswegen könnte ich das Schreiben wahrscheinlich nicht zum Beruf machen.
#autorin #bühnenautorin #jugendtheater #theaterstück #theatertext #jugendtheaterstück #jugendthemen
theaterboerse Magazin



