„Die geheimnisvolle Emily Hart“ hatte in Herne umjubelte Premiere

Im Kleinen Theater Herne feierte die Komödie Die geheimnisvolle Emily Hart vor einem begeisterten Publikum Premiere.
Autor Christian Weymayr berichtet:
„Johann Winkler ist ein arroganter Lebemann, der sich durch zwei geschickte Heiraten ein Luxushotel und ein Vermögen gesichert und so aus der Gosse emporgearbeitet hat. Nach dem Tod beider Frauen stand seinem ausschweifenden Lebensstil mit Lamborghini, Flugreisen erster Klasse, Yacht und Finka auf Mallorca nichts mehr im Wege. Nur hat er damit das Hotel an den Rand des Ruins gebracht. Eine Hotelberaterin wird also engagiert, die junge, attraktive Emily Hart. Was Johann nicht weiß: Sie ist das von ihm verstoßene Kind aus erster Ehe, das nun gekommen ist, um Rache zu nehmen. Schritt für Schritt verfolgt sie ihren Plan, ihm alles zu nehmen. Beim großen Showdown versucht Johann, das Ruder noch herumzureißen – vergeblich.
Im Kleinen Theater Herne haben wir Johann eine prunkvolle Bühne bereitet, mit plüschigem Sofa, teuren Gemälden, Kamin, Marmorsäulen und viel Gold. In unserem Haus mit nur 50 Plätzen haben wir aus der Bühne mit zwei zusätzlichen Spielebenen das Maximum herausgeholt: Eine bedruckte Stoffbahn aus leicht gewebtem Tuch trennt von der Hauptbühne eine Hinterbühne ab, die nur sichtbar wird, wenn es vorne dunkel ist und hinten hell erleuchtet. Das klappt hervorragend – auch zur Freude (und Überraschung) der Techniker.
Als dritte Ebene dient ein Steg vor der Hauptbühne. Auf ihr bewegt sich eine im Skript nicht vorgesehene, von uns zusätzlich eingeführte Figur, ein Butler. Er sitzt im Publikum außen in der ersten Reihe, und baut um und stellt die Requisiten bereit, die in einem für alle sichtbaren Regal lagern. Mit eigenem Spot, Umbaulicht und Umbaumusik tritt er zwischen den Szenen in Aktion. Er fungiert außerdem im Spiel als Kellner und Gärtner. Er zelebriert seine Aufgaben, was bei der Premiere als Running Gag beim Publikum gut ankam.
Pitt Herrmann schreibt in halloherne von einer „umjubelten“ Premiere. Für ihn ist das Stück „ein so anspielungs- wie spannungsreiches Drama“. Sein Fazit: „Ein zweistündiger Abend mit herrlichen szenischen Petitessen, gleich zwei Running Gags und viel Humor, aber kein schenkelklopfender Boulevard.“
(Fotos: Titelbild von Tanja Anstatt, alle weiteren Bilder von Andreas Zigann)
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