Aug
27

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Autorinnenporträt: Elvira Lauscher

Elvira Lauscher, 1965 in Ulm-Söflingen geboren, spielte bereits in der Schule in der Theater-AG und war danach in mehreren Amateurgruppen aktiv, u.a. in dem Ulmer Kinder- und Jugendtheater Verein „Tiramisu Piccolo“, der sich aus einer Erwachsenen-Theatergruppe gründete. Mit einer Wanderbühne spielte der Verein regelmäßig in Schulen, Kindergärten und auf Bühnen rund um Ulm.
Nach einer Familienpause schloss sie sich 2009 der Amateurbühne „Theaterwerkstatt Ulm e.V.“ an und wirkte in etwa zehn Produktionen mit, u.a. als Candy Starr in „Einer flog über das Kuckucksnest“, als Tina in Pavel Kohouts „Evol“ oder als Ärztin Ruth in Sarah Ruhls „Clean House“. Beim Einakter „Irgendwann wird es von selber hell“ von Jörg Neugebauer machte sie die Co-Regie.
Neben ihrer Bühnenpräsenz ist Elvira Lauscher literarisch und journalistisch höchst produktiv und überaus vielseitig. Fünf Jahre lang betreute sie als Chefredakteurin das Ulmer Magazin planet X, heute schreibt sie u.a. regelmäßig für das Feuilleton der Südwest Presse Ulm.

Neben fünf erschienen Sachbüchern sind literarische Veröffentlichungen von ihr in Anthologien, als E-Book und auf Hörbuch entstanden. Ihr Kindertheaterstück „Der Vanille-Drache“ wurde 2014 bei der Theaterbörse veröffentlicht und mehrfach aufgeführt.
Mit dem Autoren- und Schauspielkollegen Jörg Neugebauer entwickelte sich durch die Liebe zur Literatur das Projekt „Wortkunstlauf“, ein Lyrikprogramm mit eigenen Texten und szenischen Sequenzen. Als Duo „Wortkunstlauf“ standen sie mit sieben Programmen regelmäßig auf der Bühne, u.a. mit „Stich mich – eine Hommage an Ernst Jandl“. Und es entstanden zwei gemeinsame Theaterstücke: Das Charakterdrama „Baltimore“ und die Komödie „Sockenbewegungen“.

Zum 100. Geburtstag von Hans Scholl schrieben sie mehrere Szenen, die, im Wechsel mit Episoden aus Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“, am 22. September 2018 unter dem Titel „Es lebe die Freiheit“ erstmals aufgeführt wurden. Viele weitere Vorstellungen folgten, u.a. im KZ-Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg in Ulm. „Wie sie den Himmel verdunkeln“ (2021 in der Theaterbörse erschienen) enthält die darin verwendeten Scholl-Szenen.

 

 

Hier gelangt ihr direkt zu den Stücken von Elvira Lauscher:

Der Vanille-Drache

Wie sie den Himmel verdunkeln

 

 

 

 

#autorin #bühnenautorin #theaterstück #theatertext

 

Aug
19

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Autorenporträt: Jörg Neugebauer

Jörg Neugebauer, 1949 in Braunschweig geboren, spielte schon als Schüler Theater, u.a. die Rolle des Wissenschaftlers in „Das Martyrium des Piotr O’Hey“. Später, als Lehrer, leitete er die Theater-AG am Ulmer Hans und Sophie Scholl-Gymnasium. In der Amateurbühne „theaterWerkstatt“ spielte er mehrere Rollen, u.a. den Indianer Bromden in „Einer flog über das Kuckucksnest“ und den Präsidenten in Schillers „Kabale und Liebe“. In der „theaterWerkstatt“ wurde auch sein erstes Stück uraufgeführt: Der Einakter „Irgendwann wird es von selber hell“ (2017, Rechte bei der Theaterbörse Braunschweig).

Zusammen mit Elvira Lauscher stand er immer wieder als Duo „Wortkunstlauf“ auf der Bühne, u.a. mit dem Programm „Stich mich – eine Hommage an Ernst Jandl“. Und es entstanden zwei gemeinsame Theaterstücke: Das Charakterdrama „Baltimore“ und die Komödie „Sockenbewegungen“.

Zum 100. Geburtstag von Hans Scholl schließlich mehrere Szenen, die, im Wechsel mit Episoden aus Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“, am 22. September 2018 unter dem Titel „Es lebe die Freiheit“ erstmals aufgeführt wurden, genau am hundertsten Geburtstag Hans Scholls. Viele weitere Vorstellungen folgten, u.a. in der KZ-Gedenkstätte „Oberer Kuhberg“. „Wie sie den Himmel verdunkeln“ (2021 in der Theaterbörse erschienen) enthält die darin verwendeten Scholl-Szenen.

Jörg Neugebauer ist auch sonst literarisch aktiv: 2012 war er Preisträger beim Lyrikpreis München, sein letzter Lyrikband „Jimi Hendrix traf Kafka und fragte ihn nach der Uhrzeit“ erschien 2015. Neueste Buchveröffentlichung: „Wien. Nacht. Eine Erzählung nach Motiven aus der Biografie Freuds“, 2017.

 

Hier erfahrt ihr mehr über Wie sie den Himmel verdunkeln

 

 

 

 

 

#autor #bühnenautor #theaterstück #theatertext

Aug
16

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Karla im Koma: Jugendcafé-Theatergruppe brilliert mit eigenem Theaterstück

Da flossen beim Publikum tatsächlich einige Tränen während der beiden Open air-Theatervorstellungen. Kein Wunder, geht es doch in dem  von der Jugendcafé-Theatergruppe selbst entwickelten Stück um die 16jährige Karla, die beschließt, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Das ehemals fröhliche Mädchen hat einige Schicksalsschläge erleben müssen: Erst trennen sich ihre Eltern, dann gleitet ihre Mutter in die Alkoholsucht hinein, wegen finanzieller Nöte muss die Familie in eine winzige Wohnung umziehen,  dann wird auch noch Karlas geliebtes Pferd gepfändet, und auch in der Liebe wird Karla sehr enttäuscht. Als dann auch noch ihre Oma, die ihre größte und auch einzige Stütze ist, stirbt, weiß Karla keinen anderen Ausweg als mit einer Überdosis Tabletten und Alkohol  aus dem Leben zu scheiden. Bewusstlos wird sie ins Krankenhaus eingeliefert, wo Ärztinnen um ihr Leben kämpfen.
Was sich hochdramatisch anhört, ist aber in weiten Teilen des Theaterstückes durchaus humorvoll und unterhaltsam gestaltet. Tia Garg in der Rolle der Karla gelang es dabei , eine breite Palette an Gefühlen absolut glaubhaft darzustellen. Auch die übrigen jugendlichen Darsteller/innen Helena Wächter, Theo Molinari, Milena Sauerbrei, Kai Wilken und Maya Grund überzeugten allesamt mit ihrem erfrischenden und lebendigen Spiel. So hatte Marlis Breckner als Souffleuse bei beiden Vorstellungen (Nachmittagspremiere und Abendvorstellung) nicht viel zu tun.
Hoch zufrieden zeigten sich Andelina Hugler und Volker Zill vom Jugendcafé-Team, die das Theaterprojekt geleitet haben. „Die Jugendlichen haben ein Theaterstück mit sehr wichtigen Themen und prägnanten Figuren selbst entwickelt und heute mit einer tollen Leistung vor Publikum dargeboten. Das ist einfach großartig!“ schwärmt Zill und seine Kollegin weist darauf hin, mit welch großem Engagement und Ausdauer die sieben Jugendlichen die letzten – alles andere als leichten – zehn Monate vom Beginn des Projekts bis zur Premiere bewältigt haben. „Die Jugendlichen sind nicht nur auf, sondern auch neben der Bühne eine richtig tolle Truppe geworden, bei der sich alle aufeinander verlassen konnten. Da sind richtig gute Freundschaften entstanden“ so die Sozialarbeiterin.
Am Ende gab’s vom begeisterten Publikum auf der improvisierten Freilichtbühne im Wilhelmspark neben  stürmischem Applaus auch noch einen ordentlichen Betrag in den aufgestellten Spendenhut. Was die Theatergruppe mit dem Erlös anfangen will, ist noch offen. Das wollten die Jungschauspieler dann während ihrer kleinen Premierenfeier im Jugendcafé in Ruhe miteinander besprechen.

 

 

Hier gibt es weitere Informationen und eine Leseprobe zum Theaterstück: Karla im Koma

Übrigens: „Karla im Koma“ gibt’s bei der theaterboerse auch in einer Hörspielfassung: Karla im Koma – Ein Jugenddrama als Hörspiel

 

 

 

 

#premiere #jugendtheater #endlichwiedertheater #theaterstückfürjugendliche #theatertext #theateraufführung

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