Sep
8

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Kommentar

Charmant: Sherlock in Love

"Sherlock in Love" von Kai Hinkelmann

Angedacht für das 10.-13. Schuljahr sowie das Erwachsenentheater, wird hier eine herrliche Krimikomödie parodiert: Sherlock Holmes muss in dem 90 minütigen Kriminalstück eine harte Nuss knacken. Was keiner weiß: Er löst die Fälle gar nicht, sondern kauft die Lösungen seinem Assistenten Watson ab. Der wiederum erhält sie gegen Bezahlung von seiner Hausdame. Als die Frau eines Kriminellen, der durch Holmes im Gefängnis gelandet ist, einen schier unmöglich zu lösenden Fall präsentiert, kommt das gespaltene Verhältnis der beiden „Meisterdetektive“ zum Vorschein: Wie kann es nur sein, dass ihnen Frauen überlegen sind?

Das Stück „ Sherlock in Love “ von Kai Hinkelmann ist erschienen im Theaterverlag theaterbörse GmbH:

http://www.theaterboerse.de/shop/de/theaterstuecke/genre-kriminalstuecke/3786-sherlock-in-love.html

 

Rezension K. Andonie, 2.07.2018:

„Sherlock in Love“ von Kai Hinkelmann ist ein kriminalistisch-komödiantisches Stück für 8 Schauspielerinnen und Schauspieler. Es handelt davon, dass der brillante Sherlock Holmes gar nicht so brillant ist, wie er erscheint, da er die Lösungen zu seinen Fällen von Watson bekommt, der sich wiederum an die Hausdame Martha wendet, die das wahre Gehirn hinter Holmes‘ Detektei ist. In einem ganz besonderen, zunächst sehr undurchsichtigen Fall tragen daher weder Holmes noch Watson oder Inspektor Gregson von Scotland Yard zur Lösung bei…
Das Drehbuch hat unserer Theatergruppe schon beim Proben Freude gemacht, da viele wirklich lustige Passagen enthalten sind und jede einzelne Rolle einen eigenen Charakter und Charme hat. Anders als bei manch anderen Stücken, die das COEnigliche Theaterensemble Bamberg schon gespielt hat, fühlte sich hier keine Figur überflüssig an. Manche Szenen in „Sherlock in Love“ ziehen sich zwar ein wenig in die Länge, doch die witzigen und spannenden Stellen machen diese wenigen Momente wieder mehr als gut. Bei diesem Stück handelt es sich um ein logisch aufgebautes, lustig aufgemachtes, charmant geschriebenes und sehr unterhaltsames Bühnenprogramm. Wir können es herzlich weiterempfehlen und wir haben den Eindruck gehabt, dass unser Publikum uns da zustimmen würde!“

Aug
11

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Ahoi! : Die Schule der Piraten

Theatergruppe Brand Aufführung " Die Schule der Piraten " von Peter Haus

Ein weiterer Aufführungserfolg der Theatergruppe Brand mit einem turbulenten Theaterstück unseres Autoren Peter Haus!

Herzlichen Dank an Jochen Erhardt für sein Engagement, uns mit seinem zugeleiteten Bericht über „Die Schule der Piraten“ zu vergnügen:

Brand.(ld)

Man erinnert sich noch an die Anfangsjahre der Theatergruppe, als 20 Jugendliche zur Kirwa mit einem Leiterwagen durchs Dorf zogen. Wenig später schoben sie dann die ersten Kinderwagen mit und die Brander freuten sich, dass sich junge Familien zur Brauchstumspflege zusammen gefunden haben. Am Wochenende nun haben die, die damals in den Kinderwagen lagen, zusammen mit ihren Eltern, rund 350 begeisterten Zuschauern ein „Theater—Air“ beschert, das allen Respekt verdient. Die Entwicklung der Brander Laienspieler hat also eine überaus erfreuliche Entwicklung genommen: Jugendarbeit in ihrer besten Form. „Die Schule der Piraten“ war ein grandioser Erfolg, trotz des kühlen Samstagabends, der den Akteuren und allen, die an der Vorbereitung und Durchführung dabei waren, zumindest kühles Nass von oben ersparte, wenn auch die Besucher dieses wunderbaren Abends immer durch Blicke in den westlichen Himmel, wo sich doch Einiges zusammenbraute, abgelenkt wurden. Es traf wohl andere und störte den Abend im ehemaligen Schulhof nicht. Dort hatten es sich schon lange vor Beginn viele Besucher gemütlich gemacht, hatten sich mit Bier und scharfer Piraten-Pfanne versorgt, um sich auf einen gemütlichen Abend mit Witz und Humor und vor allem der Freude an den schauspielerischen Leistungen der Jugendgruppe der Theatergruppe zu erfreuen. Die, die damals die Kinderwagen schoben, waren auch dabei, hatten sich obligatorisch für das Piratenstück mit Kopftuch, Hut und Säbel ausgerüstet, sodass der Abend ein Gesamtwerk von zwei Generationen wurde. Welch einen eindrucksvollen Beweis für erfolgreiche Jugendarbeit lieferte die Theatergruppe an diesem Abend! Was für eine wunderbare Gemeinschaft ist hier in den letzten Jahren herangewachsen! Nur durch eine solche konnte dieser Versuch einer neuen Veranstaltungsform in Brand von Erfolg gekrönt sein. Denn alle waren gefordert, um schon Wochen vor dem Abend ein tolles Bühnenbild zu schaffen, Möbel zu zimmern, Utensilien heranzuschaffen und schließlich das Stück so auf die Bühne zu bringen, dass es für Jung und Alt interessant und kurzweilig wurde. Das Problem der Akustik musste ebenso gelöst werden wie 20 Headsets besorgt werden mussten, damit die jungen Schauspieler auch in allen Ecken des Platzes zu hören und zu verstehen waren. Technik im Wert von 60 Tausend Euro stand schließlich im Schulhof und im Mehrzwecksaal, wo erstmalig auch die hintere Tür der Bühne geöffnet war, hinter der sich die Technikzentrale befand. Nicht weniger als 25 Helferinnen und Helfer listete das Programmheft neben den 24 Kindern und Jugendlichen auf, die die Freilichtbühne bevölkerten. Gar nicht genannt noch die vielen Helfer, die für die Verpflegung zuständig waren. Nachdem Vorsitzender Jochen Erhardt schließlich die Gäste begrüßt und den doch recht heftig wehenden Wind als „selbstverständlich bestellte steife Brise“ deklariert hatte, erfüllte kerniger Sound den Platz und das Stück konnte beginnen. Durch einen Zauber landen die beiden Kinder Timo und Tina im Jahr 1710 auf der Insel „Totumba“. Hier stellen die beiden fest, dass in der Kneipe „Zum Roten Papagei“ eine Piratenschule betrieben wird. Hier ist es Aufgabe des Lehrers „Kapitän Blackbeard“ (Lukas Schlicht) und seiner Kollegin, der „Schwarzen Witwe“ (Sarah Glowka), ihre Schüler im „Angst machen“ und „Böse sein“ zu unterrichten. Tina und Timo nehmen zunächst am Unterricht teil und lernen Prinzessin Elisabeth (Lena Scherm) kennen. Doch bald schon wollen alle nur noch nach Hause. Da führt der Zauberspruch auch Herrn und Frau Kleinschmitt (Hannes Scherm und Maria König) auf die Pirateninsel und schnell gibt es ernsthafte Probleme. Diese können nur durch Zusammenhalt gelöst werden.                                                                                                       Die beiden haben das „Zauberbuch“ dabei und so gelingt es schließlich der Familie, unbeschadet an den heimatlichen Küchentisch zurückzukommen. Erzählerin Leonie Reiß führte sehr selbstbewusst durch das Stück und das im oberpfälzer Dialekt, der so gar noch zum Flair des Stücks passen wollte und gerade deshalb ihrem Part einen besonders witzigen Charme verlieh. Nicht minder die schauspielerische Leistung aller jungen Akteure, die zum Teil zum ersten Mal auf der Bühne standen, zum ersten Mal ein Headset mit all seinen Tücken trugen und ihren Part hervorragend meisterten. Die vielen Proben – dreimal pro Woche in der Zeit vor der Aufführung – hatten sich gelohnt, um die Sicherheit zu gewinnen, die nötig ist, um sich so frei und ungezwungen geben zu können, wie es eine überzeugende Darstellung nun einmal verlangt. Von Lampenfieber am Tag der Aufführung deshalb keine Spur, eher beherrschte große Spielfreude die Szenen, die von einem dankbaren Publikum immer wieder mit starkem Applaus bedacht wurden. Die anschließend geplante Party danach litt dann etwas unter der doch deftigen Kälte, die sich im Laufe des Abends breit gemacht hatte. Dafür wurden alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne am Sonntag zur zweiten Aufführung mit Traumwetter belohnt und vor allem mit einem hervorragenden Besuch. Die Autos belegten alle Plätze entlang der Max-Reger-Straße. Und anschließend wurde der Erfolg auch kräftig gefeiert. Gibt es wieder einmal ein Open-Air von der Theater-Jugend? Es scheint so, denn am Rande war zu vernehmen, dass sie sich an ein eigenes Stück wagen wollen. Man wird sehen. Die Besucher sehen dem erwartungsvoll entgegen, denn die Messlatte liegt nach diesem Auftakt doch ganz schön hoch.

 

Download Pressebericht “ Der Neue Tag “

NT_2015-07-29_-_Sommertheater

 

Wir wünschen weiterhin frohes Schaffen und freuen uns, wenn wir wieder ein Stück der Theaterboerse bestaunen dürfen:-)

In diesem Sinne “ Attackeeeeee! “ – und fleissig weitermachen!
Theatergruppe Brand Aufführung " Die Schule der Piraten " von Peter Haus

Theatergruppe Brand Aufführung “ Die Schule der Piraten “ von Peter Haus

Weitere Bilder HIER auf Facebook!

 

 

 

 

 

 

Jul
6

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Böses Erwachen: Olivers Irrtum

"Olivers Irrtum" von Heijko Bauer

Das 60 minütige Stück „Olivers Irrtum“ ist eine Mischung aus Thriller und Familientragödie und für das 10.-13. Schuljahr sowie  das Erwachsenentheater angedacht.

Oliver und Maria sind ein Traumpaar. Sie haben alles: einen guten Job, Geld und eine gemeinsame Tochter. Nebenbei betreibt Oliver eine illegale Webseite, auf der er Leute via Webcam filmt. Mitglieder seiner Webseite können auf das Verhalten dieser beobachteten Leute wetten. Das ist die dunkle Seite von Oliver.
Oliver steckt in einer Krise und wagt einen Neuanfang mit Maria. Er will seinen Beruf aufgeben, die Homepage schließen und all seine alten Verpflichtungen löschen. Endlich nur noch leben.
Das Problem ist nun, dass Oliver einige Altlasten hat, mit denen er nicht gerechnet hat und die ihn nun vor seinem Neustart einholen: Eine uneheliche Tochter, eine Affäre und vor allem seine illegale Webseite sorgen für ein böses Erwachen aus Olivers schönem Traum…

Das Stück „ Olivers Irrtum “ von Heijko Bauer ist erschienen im Theaterverlag theaterbörse GmbH:

http://www.theaterboerse.de/shop/de/theaterstuecke/genre-medien-medienkritik-kulturbetrieb/3762-olivers-irrtum.html

 

 

Märchenpersiflage auf der Chemnitzer Schultheaterwoche

Mittwoch, 20. März 2013

Der Termin steht. Die Theatergruppe „Spunk“ des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Limbach-Oberfrohna hat sich eine Teilnahme an der 15. chemnitzer Schultheaterwoche ergattert. Mittwoch, 20. März 2013, 16.00 Uhr Schauspielhaus, Figurentheater Der Monarch…

Volker Zill, autor bei theaterbörse GmbH / verlag für schultheaterstücke, laientheaterstücke, darstellendes spiel und autoren

Volker Zill: das Publikum unterhalten

Dienstag, 19. März 2013

„Meine Theaterstücke, von denen die meisten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Theater AG’s entstehen, sollen in erster Linie eines: das Publikum unterhalten. Neben einer gehörigen…

Vorhand auf für die Schultheaterwochen

Schultheaterwoche Braunschweig

Mittwoch, 13. März 2013

Braunschweig. Die Schultheaterwoche in Braunschweig ist eine der traditionsreichsten Veranstaltungen ihrer Art. 2013 findet sie sage und schreibe zum 44. Mal statt. In diesem Jahr vom 27.-30. Mai…

Bretter die den Tod bedeuten / Autorin: Jessica Casties

Bretter, die den Tod bedeuten

Sonntag, 10. März 2013

In der ersten Woche der neuen Zeitrechnung hat sich Jessica Casties mit ihrer Krimikomödie auf Platz 1 der Verkaufshits der Theaterbörse geschoben. Eine spannende Entwicklung, denn während bei…

Theater in Israel / Fotograf: Christian Gohdes, Hannover

Theaterfotografie in Israel. Christian Gohdes im Nahen Osten

Dienstag, 5. März 2013

Wer hat diese Bilder gemacht. Das war die erste Frage unserer Redaktion, als wir die Arbeiten von Christian Gohdes in die Finger bekommen haben. Um so erstaunter waren…

15. Chemnitzer Schultheaterwoche

Samstag, 2. März 2013

  Die Chemnitzer Schultheater Wochen gehen in diesem Jahr in die 15. Runde. Das ganze findet vom 17.-22. März 2013 statt und wird von “ Die Theater Chemnitz“…

doof gelaufen / Aufführungsbericht / Autor: Nils Heiliger

„doof gelaufen“, Oberstufen-Theater aus Moers

Samstag, 2. März 2013

…alle Zutaten die man braucht. Waffen, Neurotiker, eine durchgeknallte Wohngemeinschaft und eine Entführung. Während durchschnittliche Autoren eines deutschen Tatorts unabsichtlich durch die Genres stolpern und unfreiwillig für Fremdscham…

Vorhang auf / Foto: Nils Hendrik Mueller

Schultheater ist mehr!

Freitag, 1. März 2013

Schultheater ist vielfältig. Schultheater ist mehr. Es kann Gruppen festigen, Konflikte angehen, Spiegel vorhalten, Spannung erzeugen und Lacher provozieren. Es kann Gruppenstrukturen verändern, Schüler fordern, Persönlichkeiten verändern. Aber…