Intelligente, humorvolle "poetisch-kabarettistische Faulenzerei". Der Taugenichts ist Schelm, Träumer, Faulenzer, Müßiggänger und Verweigerer. Er entzieht sich den an ihn gestellten Ansprüchen und jedem Nützlichkeitsdenken und will einfach nicht mitmachen in einem von den anderen geschaffenen und ihm aufgezwungenen System „Gesellschaft“. Wie der „Taugenichts“ von Eichendorff rutscht auch der Taugenichts dieses Theaterstücks eher zufällig von einem Geschehen in das nächste. Dabei bleibt er jedoch immer seiner Maxime treu und hält dem Schweren das Leichte, der Arbeit das Spiel, dem Schnellen das Langsame, dem Willen den Unwillen und der Anforderung die Verweigerung entgegen. Der Taugenichts darf also genau das tun, was uns ZuschauerInnen in unseren Lebenswirklichkeiten durch Gesetz, Moral und Sachzwang verwehrt bleibt.
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