Jun
2

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Autorenporträt: Tobias Kerbeck

Ein herzliches Willkommen geht an unseren neuen Autor Tobias Kerbeck, welcher sich heute hier im Magazin vorstellt:

Ich wurde 2002 in Ludwigshafen geboren und lebte bis 2019 dort. Das erste Mal Kontakt mit dem Bereich Theater und Musical hatte ich in einem Türkei Urlaub. Dort fand ich es sehr interessant zu sehen, wie man die Menschen mit Musik und Geschichten verzaubern kann.
Das erste Mal auf der Bühne stand ich 2012 bei einem Kindermusical meiner Gemeinde.

2015 kam dann der Wechsel von „auf der Bühne“ zu „hinter der Bühne“. Vor allem im Bereich der Technik. Auf der Bühne stehe ich nur noch auf den Freizeiten, welche ich in meinem Ehrenamt begleite. Auf einer dieser Freizeiten kam auch die Idee für das Theaterstück „Talis – Das schwarze ich“.
Die Idee hinter dem Stück ist zum einen, meine Lebensgeschichte zu verarbeiten, aber auch die Geschichten von anderen zu erzählen.

Mein Ziel ist es, die Menschen für das Thema Jugendhilfe und psychische Krankheiten zu sensibilisieren. Aber auch Menschen zu zeigen, wie es ist eine psychische Krankheit zu haben. Und zusätzlich Betroffenen Mut machen, dass sie nicht alleine sind und es immer eine Lebensperspektive gibt.
Durch die Arbeit am Stück kam auch die Idee auf, einen Instagram Blog zu starten und den #mehralsjugendhilfe einzuführen. Damit soll mehr Aufmerksamkeit auf die Jugendhilfe gerichtet werden. Außerdem beschäftigt sich der Blog mit dem Semikolon-Projekt, welches unter dem Zeichen des Strichpunkts (;) auf psychische Krankheiten und deren Folgen aufmerksam macht.

 

Hier erfahrt ihr alles über das bisher bei uns erschienene Theaterstück von Tobias Kerbeck: Talis – Das schwarze Ich

 

 

 

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Mai
25

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„Fifty Fifty“ beim Schultheaterfestival präsentiert

Trotz anhaltender Corona-Pandemie präsentierte das Rheinische Landestheater Neuss am 18. und 19. Mai 2021 das Schultheaterfestival „Your Stage“. Auf Grund der aktuellen Situation fand das Festival erstmals im digitalen Raum statt. Im Mittelpunkt standen beispielhafte Produktionen aus unterschiedlichen Schulformen aus dem Rhein-Kreis Neuss sowie Workshops für Lehrer*innen und Schüler*innen.

Mit dabei war auch der Literaturkurs Q1 des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Neuss, welcher einen Videobeitrag des Theaterstückes „Fifty Fifty – wie die Welt wird“ unseres Autors Volker Zill einreichte. „Zu Beginn des Schuljahres waren wir noch optimistisch und probten das ganze Theaterstück in der Hoffnung, es im Sommer unter freiem Himmel, mit Abstand auf dem Schulhof aufzuführen. Außerdem meldeten wir uns für das „Your Stage Festival“ des Rheinischen Landestheaters an, um das Stück im Mai auf der großen Bühne spielen zu dürfen“, erzählte uns die Leiterin des Kurses, Jessica Grundkiewicz. Doch leider kamen dann im Dezember der Lockdown und das notwendige Distanzlernen, bei dem nur noch in Form von Videokonferenzen per Zoom geprobt werden konnte. Nach diversen Fortbildungen in Spielleiterworkshops des Rheinischen Landestheaters zum Thema „digitales Theater“ entstand bei der Lehrerin dann die Idee, das Theaterstück als Video umzusetzen.

„Zuerst waren die Schülerinnen und Schüler skeptisch, aber die Improvisationsspiele zu Beginn unserer Proben motivierten sie so sehr, dass sie sich auf das Format einließen und wir gemeinsam überlegten, wie wir „Fifty Fifty“ digital aufführen könnten. Es gab die Idee eines Live-Streams oder der Präsentation einer Videoaufnahme des gesamten Stücks, und als dann das Theater Festival näher rückte, entschieden wir uns für eine Kurzfassung des Theaterstückes als Video: Statt einer Präsenzvertretungsstunde sollte es sich um eine Zoom-Vertretungsstunde handeln, wir wählten exemplarische Szenen für die ideale und die zerstörte Welt aus und ließen die im Stück vorkommende PowerPoint Präsentation drin.“

Während der Umsetzung lernten die Schüler*innen dann auch die erweiterten Möglichkeiten des digitalen Theaters kennen. Wie viele Kameras werden genutzt, welche Hintergründe und Hintergrundmusik sind hilfreich, wie sollten die Darsteller miteinander und mit der Kamera kommunizieren und wie können Gegenstände von Bild zu Bild „realistisch“ weitergegeben werden. So entstand letztendlich ein völlig anderes Produkt als ursprünglich erwartet, auf das aber trotzdem alle Beteiligten sehr stolz waren.

Doch trotz aller Kreativität und neuer Möglichkeiten erzählte uns Frau Grundkiewicz, dass es bei der Präsentation des Live-Videos am 19.05.2021 natürlich schade war, dass man die Reaktionen des Publikums erst nach Abspielen des Videos sehen konnte. „Würden wir es nochmal so machen? Unter den Umständen, auf jeden Fall, aber wenn eine Präsenzaufführung möglich ist, würden wir diese immer bevorzugen. Es ist eben nicht dasselbe.“, lautete ihr Fazit.

 

„Fifty Fifty“ ist im Theaterverlag theaterboerse erschienen: Zu finden hier

 

Alle Infos zu den Schultheatertagen: https://www.yourstage-neuss.de

 

Link zur Schulhomepage: https://www.avhgneuss.de/

 

#jugendtheater #jugendtheatertext #schultheaterfestival #coronapandemie #digitaleslernen #schultheater #lehrerworkshop

Mai
20

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Theater und Corona – „Das Phänomen“ dreht den Spieß um

Stellt euch vor, es wäre genau andersrum…
Eine neue Seuche überkommt die Welt. Sie bedroht jeden, der keine Nähe zu anderen Menschen hat. Abstand halten ist tödlich! Als die Todeszahlen weltweit dramatisch ansteigen, erlassen die Regierungen der Welt sogenannte „contact.up“-Verordnungen, mittels derer die Menschen zu Nähe und Berührungen verpflichtet werden. Sie dürfen sich nur noch in Gruppen bewegen und sind angehalten, sich möglichst häufig gegenseitig zu berühren. Alleine sein wird zur Lebensgefahr. Auch wirtschaftlich kommt es gravierenden Umbrüchen: Viele Internet-Plattformen, Online-Händler und Partnerbörsen stehen vor dem Aus. Die Innenstädte blühen hingegen auf. Der Einzelhandel boomt und die Kultur- und Veranstaltungsbranche gehört zu den Gewinnern dieser Pandemie. Doch die verordnete neu gewonnene Nähe zwischen den Menschen hat auch ihre Schattenseiten und man sucht fieberhaft nach einem Mittel gegen dieses merkwürdige „Phänomen“…
Dies ist das Szenario, das unser Autor Volker Zill in seinem neuesten Werk entwirft. „Das Phänomen – Abstand ist tödlich“ ist jedoch kein Theaterstück im engeren Sinne, vielmehr ist es eine Aneinanderreihung von fiktiven Nachrichten, die das Pandemiegeschehen vom Ausbruch bis zu ihrem Ende dokumentarisch nachzeichnet.
Natürlich ist diese Seuchen-Chronologie inspiriert von der derzeitigen Corona-Pandemie. „Ich habe mir irgendwann mal die Frage gestellt: Wie wäre es eigentlich, wenn es genau umgekehrt wäre? Wenn wir nicht auf Distanz zu unseren Mitmenschen gehen müssten, sondern, wenn wir gezwungen wären, die Abstände aufzulösen, in die Nähe zu gehen – und zwar permanent. Dieses Gedankenexperiment hat mich ungemein gereizt und ich fing an, mir das vorzustellen. Und so entstand nach und nach ein Szenario, das das genaue Gegenteil zu unserer Situation mit Corona darstellt.“, erklärt Volker Zill.
Vielleicht ist das ja genau das richtige Format in diesen Zeiten, in denen – trotz Licht am Ende des Tunnels – noch immer Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand unseren Alltag und auch das Theatergeschehen prägen. Der Text ist ideal geeignet für eine Lesung oder auch eine szenische Lesung. Das Stück, das für ein Publikum ab 14 Jahren geeignet ist,  dauert ca. 80 Minuten, ausgelegt ist es für vier Sprecher*innen, wobei die Zahl der Akteur*innen sehr flexibel gehandhabt werden kann.
Hier geht es direkt zum Stück und allen weiteren Informationen: Das Phänomen – Abstand ist tödlich
#jugendtheater #schultheater #lesung #corona #pandemie #gesellschaft

Zum Lachen und Nachdenken: Deutsche Bürokratie im türkischen Schlafzimmer

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In diesem satirischen Stück von Ergün Tepecik geht es um die deutsche Bürokratie, die es geschafft hat, bis in das Schlafzimmer des türkischen Ehepaares Çakal vorzudringen. Im Rahmen…

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Als neuer Autor in unserem Theaterverlag stellt sich heute Nils Hollendieck vor: Seit der Schulzeit in den 1980er Jahren in Bremen schreibe ich für und spiele oder inszeniere…

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Künstlerische Beiträge für die Hildesheimer Wallungen 2021 gesucht! Kulturschaffende können sich jetzt über die Wallungen-Website bewerben. Ebenfalls zur Bewerbung eingeladen: Gruppen, die Spielorte mitgestalten, sowie Gastrostände. Die Hildesheimer…

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The­a­ter­grup­pe der AMV Fri­de­ri­ci­a­na bringt Hörspiel heraus

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Guns´n´Nuns als Hörspiel

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Corona und kein Ende. Die Kulturbranche ächzt unter Lockdown Nummer zwei. Dennoch lassen sich einige Theatergruppen nicht unterkriegen und realisieren Corona- konforme Projekte. So auch die Kirchenmäuse aus Offenbach am…