Sep
28

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Theaterstück „36.000 Sekunden“ von Julia Gastel in Bamberg aufgeführt

 

 

 

 

 

Zahlreiche Bilder erreichten uns aus Bamberg. Im dortigen Treff des E.T.A. Hoffmann- Theaters wurde das Stück „36.000 Sekunden“ von unserer Autorin Julia Gastel aufgeführt. Tolle Proben und große Freude an der Auseinandersetzung mit dem Stück führten zu einer gelungenen Aufführung, die sehr gut beim Publikum ankam.

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Herzlichen Dank an Frau Marion Then. Sie ist Lektorin für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bamberg und ließ uns diese aussagekräftigen Bilder der Aufführung zukommen.


_DSC0980_DSC1052Zum Inhalt:

Was würdest du tun, wenn die Welt in 10 Stunden unterginge? Dein Lieblingsspiel zu Ende zocken? Dich mit deiner Tochter versöhnen? Deinen ersten Kuss erleben? Dir ein Date für den Weltuntergang suchen? Die beste End-of-the-World-Party der Stadt veranstalten? Oder würdest du doch lieber schauen, ob es noch Weltuntergangsrabatt für deine Lieblingstasche gibt? Entscheide dich jetzt – Die Zeit läuft! Ein Schauspiel über die letzten Stunden der Menschheit und die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist.


_DSC1002_DSC0986Ihr wollt noch mehr über das Stück erfahren? Hier gelangt man zur kostenlosen Leseprobe und allen weiteren Informationen: 36.000 Sekunden

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Sep
26

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Inklusion auf der Theaterbühne: „Wir Weltverbesserer“- ein neuer Artikel von Sabrina Schultheis

Heute veröffentlichen wir einen weiteren Bericht unserer Autorin und Theaterpädagogin Sabrina Schultheis. Er beschäftigt sich dieses Mal mit einem leider hochaktuellen Thema. Aber lest selbst.

Wer sich noch weiter über die Arbeit von Sabrina Schultheis informieren möchte, schaut einfach auf ihrer Homepage Wolkendinge.com rein. Hier findet man auch aktuelle Infos über den im Artikel erwähnten Film.

 

Wir Weltverbesserer

 

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Hier schreibe ich in erster Linie über meine Schauspielkurse, aber hauptberuflich bin ich an einer Förderschule tätig.

Das ist für diesen Artikel relevant, denn ich möchte auf etwas ganz Wichtiges aufmerksam machen:

Nie, wirklich nie darf man Menschen mit Behinderung unterschätzen.  Und immer, wirklich immer sollte man Menschen mit Behinderung ordentlich informieren.  

Wir alle müssen alles tun, um das Leben heute und morgen möglichst lebenswert zu machen!

Das sind jedenfalls meine Grundsätze, deswegen bearbeite ich gerade zwei sehr wichtige Themen: Das der Umweltverschmutzung in der Schule und vor allen Dingen das Thema der Neonazis im Theater:

Ich arbeite im Oberbergischen Kreis und hier läuft gerade ein Jugendkulturpreis „Gegen das Vergessen/ gegen den Faschismus“. Und da haben die Initiatoren des Preises mich genau getroffen! Ich bin sehr interessiert an den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges, besonders im Thema bin ich, wenn es um jugendlichen Widerstand geht. Da ich in der Nähe Kölns lebe, bin ich ein besonders großer Fan der Edelweißpiraten.

Zurück zum Thema: Ich habe meine inklusive Jugendgruppe das Thema vorgestellt, habe ihnen ganz offen gesagt, dass ich für dieses Thema brenne und sie gefragt (oder gebeten?), an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Sie haben zugestimmt.

Sehr lebensnah haben wir uns mit Nazis und ihren Ansichten auseinandergesetzt und festgestellt, dass fast alle meiner Darsteller zuzeiten des Zweiten Weltkrieges nicht mehr leben würden, denn die meisten haben eine Behinderung (solche Menschen wurden in Kliniken gebracht, um sie für Forschungen zu missbrauchen und wenn man sie nicht mehr brauchte, wurde man sie einfach los). Ein paar Schauspieler haben ausländische Wurzeln. Nur einer meiner Darsteller wäre ein „typischer Deutscher“. Thema waren die Mengen an Toten, die Untaten in KZs, ob und wie wir selber reagiert hätten etc.

Wir haben darüber gesprochen, dass gerade wieder Menschen mit rechtem Denken in den Vordergrund treten und unmöglich handeln und dass wir jetzt- genau jetzt!- etwas dagegen unternehmen müssen.

Gemeinsam waren wir vergangene Woche in Köln im ELDE-Haus. Dies beinhaltet ein Museum und eine Gedenkstätte, war früher ein Gestapo-Hauptquartier und Gefängnis. Es war sehr emotional.

Am Ende fragte mich einer der Schauspieler: Was kann man machen, damit so was nicht nochmal passiert? Nazis gibt es ja immer noch.
Die einzig wahre Antwort: Wir müssen lauter sein, wir müssen zeigen, dass eine Haltung, die andere Menschen als unwert betrachtet, nie richtig sein kann und vor allen Dingen müssen wir immer wagen, aufzustehen und etwas zu sagen.

 

Und was hat das jetzt mit Theater zu tun?

Aus all dem, was wir jetzt erlebt und gelernt haben, machen wir gerade einen Film, den wir bei dem Wettbewerb einreichen wollen- drücken Sie uns die Daumen!

 

Und warum mache ich das?

Aus mehreren Gründen: Durch die Kunst kann man über alles reden. Zum einen denke ich, dass Menschen mit Behinderung in ihrem Umfeld wirklich was bewirken können, wenn jemand in ihrer Nähe nun eine ausländerfeindliche Bemerkung von sich gibt, können meine Darsteller intelligent widersprechen.

Außerdem ist es so, dass ich persönlich denke, dass gerade aktive Gruppen wie die Rechten sich häufig Menschen suchen, die es einfach nicht besser wissen und leicht beeinflussbar sind. Ich möchte nicht, dass meine Darsteller aus Versehen in ihre Fänge geraten!

Und besonders wichtig: Jeder Mensch ist wertvoll!

Es gibt keine Gruppe an Menschen, die prinzipiell doof sind. Bei den Türken, Deutschen, Juden und Behinderten gibt es nette und nicht so nette Menschen.

Nur Nazis, die finden wir richtig doof!

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Kurz und gut: Was ich mit diesem Artikel unbedingt loswerden möchte:

Wenn Sie jemanden mit einer Behinderung kennenlernen, verfallen Sie nie dem Gedanken, Menschen mit Behinderung zu unterschätzen! Und glauben Sie nie, Sie könnten irgendwelche Themen nicht mit denjenigen besprechen. Nehmen Sie ihr Gegenüber ernst! Bitte! Immer!

 

 

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Sep
24

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Neues Erwachsenentheaterstück: Lolo

Ein höchst gesellschaftskritisches, teils absurdes Theaterstück für Erwachsene, ganz neu bei uns in der Theaterbörse. Geschrieben von der Autorin Eva Britsch erreichte es sofort unsere Aufmerksamkeit. Heute möchten wir es euch kurz vorstellen:

 

Lolo

Das im Jahr 2000 verstorbene „Busenwunder“ Lolo Ferrari hat es mit ihrem Brustumfang ins Buch der Rekorde geschafft. Doch wer verbirgt sich hinter den mit den Mitteln der plastischen Chirurgie ins Absurde gewendete Frauenbild? Ein Schauspieler und eine Schauspielerin thematisieren in unterschiedlichen Rollen Lolo Ferrari, mal im OP, mal als Zuschauer einer Nachmittags-Talkshow.
Gerade vor dem Hintergrund von MeToo, Konflikten zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft und Arbeitswelt, erscheinen die Themen ‚Frauenbilder` und ‚Individualität‘ aktuell und relevant.

 

Hier gelangt ihr zum Theaterstück und zur kostenlosen Leseprobe:

Lolo

Erschienen ist dieses tolle neue Stück im Theaterverlag Theaterbörse. Bei uns findet ihr Theaterstücke zum Ausdrucken per Download oder ganz bequem schon fertig gebunden über Versand.

 

 

 

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