Jun
14

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Kommentar

Furioser Auftakt und mehrfach volles Haus für „Adam und Eva“ von Ralf Rutz

Der Mensch und sein Gott aus Metall

Mit ihrem gesellschaftskritischen Stück „Adam und Eva“ sorgt die Druidensteiner Theatergruppe aus Oberloquitz einmal mehr für ausverkaufte Vorstellungen

Will man heute unterhaltsames und dennoch tiefgründiges Theater erleben, muss man nicht zwingend den Weg in die Metropolen antreten. Der Theaterfan darf schon einen vergnüglichen Abend erwarten, wenn er jedes Jahr im Mai den Ort Oberloquitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ansteuert. Dort zeigt die Druidensteiner Theatergruppe echtes, handgemachtes Schauspiel. Wobei handgemacht auch bedeutet, dass zum Beispiel Theaterdonner ziemlich eindrucksvoll mit Bestandteilen eines Geschirrspülers erzeugt wird.
„Adam und Eva“ heißt das Stück der Saison 2019 und Ralf Rutz – Autor, Regisseur und Schauspieler in einer Person – hat auf seinem Brummi-Kutschbock wieder ganze Arbeit geleistet. Unter der Woche ist der sprechgewandte Sympathieträger deutschlandweit auf Achse. In seinem Wirkungskreis wird er deshalb treffenderweise „Dichter und Lenker“ genannt.
Ralf Rutz ist aber auch ein Denker: „Die Menschen schufen einen Gott aus Metall, dem sie zustreben, der sie belohnt und doch knechtet.“ Und sympathisch ist er, wenn er nicht gerade den Tod spielt – wie im aktuellen Stück. Betritt der 44-Jährige mit seinem nietenbesetzten Lederwams und den Lederstiefeln die Bühne, ist das – mit Verlaub – schon furchteinflößend. Deshalb sei betont, dass das Stück für Kinder unter zwölf Jahren nicht geeignet ist. Als Tod mit Zeitgeist trägt Rutz übrigens einen gepflegten Iro und Tattoo.
„Adam und Eva“? – Ist doch nichts Neues, könnte der Kritiker vorbringen. So, wie es Rutz mit seinen Darstellern auf die Bühne des Gasthauses „Druidenstein“ bringt, ist es das schon. Zwar geht es wie im klassischen Original um Liebe. Doch es geht auch um den moralischen Verfall des Menschen, um Geldgier, Intrigen und den Missbrauch von Religion.
„Zu Parasiten sind sie geworden. Sie sprechen sich Verstand zu und sind doch tierischer als jedes Tier!“, donnert der Tod dem feinsinnigen Leben in der Gestalt von Kathrin Bergner entgegen. „Mach einen Bauern zum König und er wird Kriege entfachen, um noch mächtiger zu werden!“ Fast könnte man Angst vor ihm – Rutz – bekommen, der für einen Theatersaal voller Menschen kein Mikrofon braucht. Am liebsten würde der Tod die Spezies Mensch von der Erde tilgen, doch das Leben stellt sich ihm mit aller Kraft entgegen.
Wenn Ralf Rutz eines nicht leiden kann, so ist es Doppelmoral. Das stört ihn im Leben und das verarbeitet er in seinen gesellschaftskritischen Stücken. Die Wirtshausszene, wo Menschen verschiedener Religionen am Tisch sitzen und würfeln, macht das sehr deutlich. Der Christ staunt: „Du als Moslem trinkst Wein? Was wird wohl Allah dazu sagen?“ – Der Moslem lacht und erwidert: „Dieses Haus hat ein dickes Dach, durch das Allah nicht zu sehen vermag!“
Zwischen die Szenen hat Rutz Zeitsprünge gebaut. In der Rahmenhandlung diskutieren die Theaterdirektorin (Rita Arnold), die Regisseurin (Helga Steiner) und der Dichter (Robin Radwan) über Erfolg oder Misserfolg des Stückes und über eine eventuelle Blamage. Rutz baut damit einen Spannungsbogen auf.
Bei allem ernsten Hintergrund ist das Stück auch wunderbar unterhaltsam. Für den Dialog zwischen Adam und Eva gibt das Publikum Szenenapplaus: „Adam, hab Geduld. Ich muss unsere Liebe heute Abend erst meinem Onkel beibringen. – Wie kann einer geduldig sein, der sich einem großen Schatz nur zwei Spatenstiche entfernt sieht?“
Das Stück ist ein Erfolg – jede Vorstellung ausverkauft. Es war eine immense Fleißarbeit für die Akteure. Ihre meist umfangreichen Textpassagen waren zum Teil in einer Sprechweise verfasst, die der heutigen fremd ist. Doch das Publikum ist begeistert bis zum letzten Vorhang. Und die Moral von der Geschichte: Die Menschen denken, dass sie dasselbe glauben müssen, um friedlich miteinander leben zu können. Aber jeder kann glauben, was er will und es funktioniert trotzdem.

 

 

 

 

Dies ist das neueste Stück unseres Autors Ralf Rutz.

Wir bedanken uns vielmals für die Zusendung der Bilder und dieses eindrucksvollen Berichtes von Jana Scheiding, einer Reporterin des Allgemeinen Anzeigers.

 

Das Theaterstück hat euer Interesse geweckt?

Hier gelangt ihr direkt zu allen weiteren Informationen: Adam und Eva

 

Dieses Stück und viele weitere Theatertexte für eure Theatergruppe findet ihr bei uns in der Theaterbörse.

Euer Verlag für das Schultheater, das Laientheater oder für die große Bühne.

Die Stücke können per Download zum selbst Ausdrucken erworben werden oder ganz bequem schon fertig gebunden über Versand.

 

 

 

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Jun
12

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Kommentar

Philosophisches Theaterstück „Totentanz“ neu in der Theaterbörse

Dieses anspruchsvolle Theaterstück von unserem Autor Freimund Pankow eignet sich für das Erwachsenentheater oder auch für das darstellende Spiel in der gymnasialen Oberstufe.

Es greift die Form der im ausgehenden Mittelalter weit verbreiteten grafischen Darstellung eines Reigens auf, in dem Menschen jeden Standes und Alters ohne Rücksicht auf ihr Hadern und Flehen vom Tod tanzend aus dem Leben geführt werden, und überträgt diese in unsere Zeit. Dargestellt werden Situationen, in denen der Tod ganz unterschiedlichen Menschen von heute gegenübertritt, mit ihnen über Zeitpunkt, Art und Weise ihres Ablebens redet und sie schließlich ihrem Charakter gemäß in seinen Reigen zwingt oder sanft hinüberführt. Die Szenen versuchen exemplarisch, der Vielfalt möglicher Todesstunden wie der subjektiven Todeserfahrung unserer Zeit gerecht zu werden.

 

Hier gelangt ihr zu allen weiteren Informationen zum Stück und könnt auch einen kurzen Einblick per Leseprobe gewinnen: Totentanz

 

Dieses Stück und viele weitere Theatertexte für eure Theatergruppe findet ihr bei uns in der Theaterbörse.

Euer Verlag für das Schultheater, das Laientheater oder für die große Bühne.

Die Stücke können per Download zum selbst Ausdrucken erworben werden oder ganz bequem schon fertig gebunden über Versand.

 

 

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Jun
7

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Kommentar

Märchen verrückt verdreht – Ein neues Kindertheaterstück

Verrücktes Märchen- Crossover von unserer Autorin Stefanie Golkowsky:

 

Die böse Stiefmutter lockt Schneewittchen unter dem Vorwand, dass ihr Prinz sie dort heiraten will in den abgelegenen Gebirgsort Signagi und wartet dort als Marktverkäuferin verkleidet mit einem Stand voller vergifteter Granatäpfel. Schneewittchen trifft auf dem Weg dorthin das aufgelöste Rotkäppchen, das auf der Flucht vor zwei rachsüchtigen Wölfen ihre Oma verloren hat und lädt ihre neue Freundin kurzerhand zur Hochzeit ein. Die Wölfe haben mittlerweile auf dem Weg zum Casino die abenteuerlustige Oma getroffen, die sich den Bösewichten begeistert und nichtsahnend anschließt. Das ungleiche Trio kommt vor Schneewittchen und Rotkäppchen hungrig in Signagi an und als sich die Stiefmutter weigert, ihnen auch gegen horrende Summen aus dem Casinogewinn Granatäpfel zu verkaufen, klauen die Wölfe die Äpfel, fressen sie und fallen vergiftet um. Schneewittchen und Rotkäppchen trudeln ein, die Stiefmutter schenkt Schneewittchen einen Apfel und gerade als Schneewittchen abbeißen will, erkennt einer der mittlerweile angekommenen Zwerge die böse Stiefmutter und macht ihre Pläne zunichte.

 

Das Theaterstück ist im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Theater im Nachmittagsprogramm der Schule „Goethe-Institut Georgien“ entstanden und wurde dort uraufgeführt.

Hier geht es zum Aufführungsvideo: https://www.youtube.com/watch?v=gtSqj8rdN-8

 

 

 

 

Und hier gibt es weitere Informationen zum Theaterstück: Märchen verrückt verdreht

 

 

Dieses Stück und viele weitere Theatertexte für eure Theatergruppe findet ihr bei uns in der Theaterbörse.

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